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Rassebeschreibung:

Er hat einen englischen Namen, „Bloodhound“, doch seinen Ursprung hat diese Rasse in den Ardennen auf belgischer Seite. Hier war es ein Mönch, in einem Kloster, der die Grundlage für diese Hunderasse legte. Seine Zucht begann er wohl mit dem St. Hubertus-Hund (Chien de St. Hubert) der auch Vorfahr anderer Jagdhunderassen ist, jedoch als ausgestorben gilt.

Diese raue, dicht bewaldete Landschaft mit Täler und Hochebenen war das bevorzugte Jagdrevier dieses Hundes. Natürlich blieb den damaligen Adelshäusern nicht verborgen, dass dieser Hund über eine ganz besondere Spürnase verfügte. Jedes Adelshaus im 11. Jahrhundert, das etwas auf sich hielt, hatte meist eine ganze Meute von diesen Jagdhunden dabei, wenn man mit großer Jagdgesellschaft in den Eichenwälder unterwegs war.

Bei normannischen Eroberungszügen gegen England gelangte dieser Vorfahre schließlich auch nach England, und wurde auch dort konsequent weiter gezüchtet. Somit wechselte er nur die Nationalität, doch nicht seine Wohnstätte, die nach wie vor das Adelshaus war. Dieser Bezug zu königlichem Blut könnte ein Grund für seine Namensgebung gewesen sein. Ein anderer ist seine Spürnase. Als „Schweißhund“ (Jägersprache für Verfolgen einer Blutspur) ist seine Hauptaufgabe, verletztes Wild aufzuspüren. Hierbei reichen ihm nur geringste Mengen, die für das menschliche Auge nicht sichtbar sind. Auch in Ausdauer und Kraft steht er einem Hirsch oder Wildschwein in nichts nach.

Wesensbeschreibung

Dieser „Schnüffler aus Leidenschaft“ kann kalte Fährten, die schon viele Stunden zurückliegen oder in einem großen Kilometerradius sind, erschnüffeln. An diesem Punkt musste schon so manch andere Hundenase kapitulieren. Auch wenn sein Aussehen erst einmal beeindruckt, macht er so gut wie nie von seiner Muskelkraft Gebrauch. So wird er gerne im Bereich der Behörden, wie Kriminalamt, Zoll oder bei Rettungseinsätzen eingesetzt. Besonders bei der Personensuche (Mantrailer) nach vermissten Kindern oder alten Menschen.

Man sollte sich nicht von dem etwas zerknirscht dreinblickenden Hundeblick täuschen lassen. Es ist einfach „Souveränität“ und „Coolness“. Er gilt als Dickschädel, das heißt, er erwartet eine gute Argumentation seitens seines Halters, warum er etwas tun soll, oder auch nicht. Wen wundert es: Auch ein König, lässt sich nicht so einfach etwas sagen! Dieser Wesenszug, zum eigenständigen Handeln, ist bei allen Jagdhunden ein fester Bestandteil des Wesens. So brauchen sie von klein an eine klare Führung, sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen, für seine rassebedingten Eigenheiten. Im Allgemeinen dauert seine Schulung und Ausbildung viel länger als bei anderen Hunderassen. Ein Kommando hören, darüber nachdenken und vielleicht dann auch darauf reagieren. Mit diesem „Klostertempo“ wird er oft eine Anordnung beurteilen. Hat er jedoch eine Fährte die vielversprechend erscheint, in seiner Nase, ist es mit dieser Ruhe vorbei! Hier ist er im Kopf nur noch schwer zu erreichen, und seine langen Hängeohren sind dabei nicht das Problem, denn hören kann er ganz gut damit. Jetzt ist er Feuer und Flamme und legt einen Ehrgeiz an den Tag, den man sich bei manch anderem Kommando auch gewünscht hätte. Bei seiner Suche geht es ihm nicht in erster Linie um die Beute, sondern der Weg dahin, das Aufzuspüren, ist sein Ziel.

Bei Lob und Tadel kann dieses große „Sensibelchen“ starke Reaktionen zeigen. Charmant und anhänglich kann er sich in das Herz seines Besitzers schleichen. Sollte man jedoch diese sanfte Hundeseele zu hart oder gar ungerecht behandeln, hat man erst mal seine Chance verspielt, denn man sagt ihnen ein „Elefantengedächtnis“ nach, das so schnell nichts vergisst. Da er ursprünglich als Meutehund unterwegs war, ist er ein geselliger Typ, der sich gerne seiner Familie anschließt, (manchmal im speziellen, auch nur einer Person) der aber auch nichts dagegen hat, wenn noch andere vierbeinige Hausgenossen mit von der Partie sind. Mit Kindern kommt er im Allgemeinen gut zurecht, solange sie seine Geduld nicht überstrapazieren. Es versteht sich von selbst, dass dieser kräftige, ausdauernde Hund viel Bewegung braucht, gerne auch mal in Verbindung mit Wasser. Im Mittelpunkt sollte aber seine mentale Auslastung stehen, damit er Zuhause ein ausgeglichenes Familienmitglied ist. Auch wenn seine Nase in der Hundewelt seines Gleichen sucht, ist sein Wachhundeinstinkt nur mäßig vorhanden. Bei fremden Personen gibt er mit seiner tiefen Stimme laut, verliert aber schnell das Interesse an dieser Person.

Thema Gesundheit

Der Bloodhound ist mit einem wirklich gesunden Appetit ausgestattet. Das bedeutet, dass man Futterzusammensetzung und Menge stets im Auge behalten sollte, da er sonst schnell ein paar Kilos zu viel auf seinen Rippen hat. Auch neigt er dazu, alles schnell in sich rein zu stopfen, was zu Magen- oder Verdauungsproblemen führen kann.

Durch die herabhängenden Augenlieder können schnell mal Augenentzündungen entstehen, und auch die langen Schlappohren leisten Ohrenentzündungen Vorschub. Weitere Krankheiten, die zum Teil genetisch bedingt sein könnten sind: Hüftdysplasie, Aortenstenose des Herzens, Entropium und Ektropium.

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Bloodhound-canivaris

Verfügbar in Testvariante
„Basic“ und „Selekt“

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