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Rassebeschreibung:

Der Magyar Vizsla Drahthaar, auch als Drahthaariger Ungarischer Vorstehhund oder Draht­haar-Vizsla bekannt, ist eine anerkannte ungarische Hunderasse, die zu den Jagd-gebrauchs­hunden zählt und eng mit dem Kurzhaarigen Ungarischen Vorstehhund (Magyar Vizsla Kurz­haar) verwandt ist. Beide sind unter dem Oberbegriff Magyar Vizsla zusammengefasst und weisen ähnliche Merkmale auf.

Der Name Magyar Vizsla taucht bereits 1510 erstmalig in der Literatur auf. Dieser Hun-detyp wurde von den Magyaren aus ihrer asiatischen Stammheimat mitgebracht, als sie im 9./10. Jahrhundert das Karpatenbecken besiedelten. 1000 Jahre alte Steinzeichnungen lassen die­sen Hundetyp ebenfalls erkennen.

Der heutige Magyar Vizsla Drahthaar hat seinen Ursprung jedoch erst im Ungarn der 1930er Jahre und geht aus einer Kreuzung des Kurzhaarigen Ungarischen Vorstehhundes mit dem Drahthaarigen Deutschen Vorstehhund hervor. Die Wirren des späten 19. Jahr-hunderts führ­ten dann zu einem fast völligen Niedergang der typischerweise bejagten Wildtierarten und da­mit auch der Rasse des Magyar Vizsla. Es ist einigen gewissenhaften und traditionsbewuss­ten Züchtern zu verdanken, dass die Rasse letztendlich dann doch erhalten blieb.

Um 1930 beschlossen ungarische Jäger, eine Hunderasse mit Jagdeigenschaften und einem „Charakter“ zu züchten, die jenen des kurzhaarigen Magyar Vizsla ebenbürtig sein sollten. Diese neue Rasse sollte aber auch zusätzliche Eigenschaften aufweisen, wie etwa eine ver­besserte Wetterbeständigkeit. Unter dieser Vorgabe kreuzten sie gezielt den Deutsch-Draht­haar ein. Die Fähigkeit zum Aufspüren von Wild stammt vermutlich von dem in Ungarn heimi­schen Pannonischen Spürhund (Ungarische Bracke), wohingegen die Fellfarbe wohl dem gel­ben Türkischen Vorstehhund zugeschrieben werden muss.

Nach dem 2. Weltkrieg gelangten die ersten dieser neuen ungarischen Vorstehhunde nach Deutschland. Da der drahthaarige Vizsla erst ab den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts gezüchtet wird und durch die Einkreuzung des Deutsch-Drahthaar entstand, sehen die maß­geblichen Zuchtverbände die beiden Varianten, den Magyar Vizsla Kurzhaar und den Magyar Vizsla Drahthaar, als voneinander getrennte Rassen an. Im Jahr 1966 erhielt der Magyar Viz­sla Drahthaar seine offizielle Anerkennung als eigene Rasse durch die FCI. In Österreich ob­liegt die Betreuung der Rasse dem Österreichischen Klub für drahthaarige Ungarische Vor­stehhunde, in Deutschland zusammen mit dem kurzhaarigen Magyar Vizsla vom Verein Un­garische Vorstehhunde.

Der Magyar Vizsla Drahthaar ist vielseitig einsetzbar und geht seiner Aufgabe als Jagdhund im Feld, Wald und Wasser mit demselben Elan und Einsatz nach. Aufgrund seines problemlo­sen Charakters eignet er sich außerdem sehr gut als Familienhund.

Wesensbeschreibung

Der Magyar Vizsla Drahthaar gehört zu den mittelgroßen Hunderassen mit robustem und kraftvollem Körperbau und viel Ausdauer. Er besitzt ein dichtes, anliegendes, kräftiges und glanzloses Fell, das aus einer dichten, wasserabweisenden Unterwolle und einem 2 bis 3 cm langen Deckhaar besteht, das ihn gut gegen Wettereinflüsse und vor Verlet-zungen schützt.

An den unteren Partien der Läufe sowie an Unterseite von Bauch und Brust ist das Fell kür­zer, weicher und etwas weniger dicht. Kopf und Behang zeigen ebenfalls ein etwas kürzeres und dunkleres Fell, das aber wie am restlichen Körper dicht und hart ist. Der Stopp wird durch betonte Augenbrauen hervorgehoben, die in Verbindung mit dem kräftigen, 2-3 cm langen Bart an beiden Seiten des Fanges seinen energischen Gesichts-ausdruck unterstreichen. Rechts und links vom Hals befinden sich V-förmige Bürsten.

Die Fellfarbe setzt sich aus unterschiedlichen Abstufungen von Semmelgelb zusammen und hat in den Steppen und Getreidefeldern seiner Heimat die Wirkung einer Tarnfarbe. Es kön­nen aber auch dunklere oder hellere rote, bräunliche und andere gelbe Farbtöne auftreten. Ein kleiner weißer Brust- oder Kehlfleck, sowie weiße Abzeichen an den Zehen können eben­falls vorhanden sein.

Der Magyar Vizsla Drahthaar ist selbstbewusst, anhänglich und gelehrig und dadurch leicht zu erziehen und auszubilden. Er ist aber auch ein kleines Sensibelchen und verträgt keine grobe Behandlung. Er sucht den Kontakt zu seiner Bezugsperson, ist bei der Jagd leiden­schaftlich, konzentriert und beharrlich, verfügt über einen stark ausgeprägten Geruchssinn und steht hervorragend vor.

Thema Gesundheit

Der Magyar Vizsla Drahthaar gilt bisher als robuster und gesunder Hund, bei dem keine ras­setypischen Erkrankungen bekannt sind. Allerdings sind, wie bei vielen anderen größeren Hunderassen, auch bei ihm Fälle von Hüftgelenksdysplasie (HD) aufgetreten. Außerdem soll es, wenn auch nur in seltenen Fällen, eine Neigung zu Bindehautentzündungen oder zu tro­ckener, schuppiger Haut geben.
Seine Lebenserwartung liegt bei 14 Jahren.

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Vizsla (Magyar Vizsla) - Drahthaar

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