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Rassebeschreibung:

Der Finnische Lapphund, in seinem Heimatland als Suomenlapinkoira bekannt, ist eine anerkannte finnische Hunderasse, die zu den Hütehunden gezählt wird. Der Ursprung des Finnischen Lapphunds ist nicht genau geklärt. Mit den Lappen besiedelten auch deren Hunde schon vor Urzeiten die Tundra nördlich des Polarkreises in Skandinavien. Anfänglich noch unter dem Namen Lappischer Schäferhund geführt, stammt die erste Rassendefinition aus dem Jahr 1945. Die zu dieser Zeit existierenden Hunde waren allerdings größer als die heutigen Finnischen Lapphunde und dem Belgischen Schäferhund sehr ähnlich.

Ab 1960 wurden dann der Lappische Rentierhund und der Lapphund als separate Rassen geführt. Seit 1993 gilt der offizielle Name Finnischer Lapphund, und der Rassestandard wurde zuletzt 1996 überarbeitet. Bis heute erhalten und deutlich erkennbar geblieben ist bei dieser Rasse der Einfluss der Hunde aus dem finnischen Zwinger Peski in den 1970er Jahren.

Über Jahrhunderte hinweg dienten diese Hunde den Bewohnern Lapplands als Arbeits- und Begleithunde, und auch heute noch finden sie gelegentlich als Schlittenhunde und zum Treiben großer Rentierherden Verwendung. Zum größten Teil werden sie aber inzwischen als Gesellschaftshunde gehalten und erfreuen sich besonders in den skandinavischen Ländern größter Beliebtheit. Seine vielfältigen Fähigkeiten machen den Finnischen Lapphund zu einem idealen Familienhund, der sich auch sehr gut für verschiedene Hundesportarten eignet.

Wie der eng verwandte Schwedische Lapphund ist dessen finnischer Vetter eine überaus aparte Rasse, die jedoch in Deutschland kaum bekannt ist, geschweige denn hierzulande gezüchtet wird.

Wesensbeschreibung

Der Finnische Lapphund ist ein mittelgroßer und kräftig gebauter Hund mit einem sehr dichten und langen Fell, das aus dem anliegenden, wetterfesten, harschen Deckhaar und dichter, feiner Unterwolle besteht. Dem offiziellen Rassestandard zufolge sind alle Fellfarben erlaubt, solange eine Grundfarbe vorherrschend ist. Am häufigsten ist ein schwarzes Fell mit andersfarbigen Abzeichen vertreten, aber auch Braun, Cremefarben oder Wolfsgrau kommen vor, so dass sich das Allgemeinbild dieser Rasse durch eine besondere Farbvielfalt auszeichnet. Das lange, harsche Haar ist relativ pflegeleicht. Die Ohren stehen aufrecht oder halb aufrecht und sind sehr beweglich. Der Schwanz wird über dem Rücken getragen, kann aber in Ruhestellung auch herabhängen.

Der Finnische Lapphund ist ein sehr freundlicher, menschbezogener, kontaktfreudiger und sehr friedfertiger Hund, eben ein idealer Familienhund, den man für viele verschiedene Aktivitäten begeistern kann. Er strahlt Ruhe und Gelassenheit aus und ist bei guter Sozialisierung in jeder Lebenslage ein treuer Partner. Darüber hinaus ist er selbstständig, demütig und hilfsbereit, passt sich spielend an unterschiedliche Verhältnisse an und ist aufgrund seines nahezu wasserdichten Fells absolut wetterunempfindlich. Er kommt selbst bei sehr niedrigen Temperaturen bestens zurecht, allerdings sollten Aktivitäten bei sehr warmer Witterung doch besser in die Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Sein Hütehundverhalten ist meistens nur noch wenig ausgeprägt, und auch der Jagdinstinkt ist nur noch bei einzelnen Exemplaren in nennenswerter Ausprägung vorhanden; die meisten Lapphunde weisen nur noch einen schwachen bis keinen Jagdtrieb mehr auf und sind bei frühzeitiger Sozialisierung mit allen Haustieren verträglich.

Der Finnische Lapphund ist grundsätzlich an allen Aktivitäten seiner Familie interessiert und möchte überall dabei sein. Er ist intelligent, lernt gerne und schnell, ist sehr aufmerksam, gehört aber weder zu den bellfreudigen Rassen noch ist er aggressiv. Er zeigt sich liebenswürdig und geduldig im Umgang mit Kindern und ist insgesamt ein sehr sozialer Hund, der sich in der Gesellschaft von Menschen sehr wohl fühlt und deren Nähe sucht. Aufgrund ihrer Intelligenz brauchen diese urigen Arbeitshunde allerdings auch eine Aufgabe und Beschäftigung, um dauerhaft glücklich zu sein.

Thema Gesundheit

Beim Finnischen Lapphund liegt eine Neigung für die genetisch bedingte Augenerkrankung PRA (Progressive Retina-Atrophie) vor, welche bei dieser Rasse auf dem PRCD-Locus in der Nähe des Zentromers des Chromosoms 9 liegt. Zur Feststellung dieses Defekts steht ein Gentest zur Verfügung.

Bei dieser Rasse sind auch Erkrankungen an Grauem Star und Hüftfehlbildungen (z.B. Hüftgelenksdysplasie, HD) bekannt, wobei letztere aber äußerst selten auftreten. Auch für die HD stehen Gentests zur Verfügung.

Ein gesunder Finnischer Lapphund hat eine Lebenserwartung von 12-14 Jahren.

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Finnischer Lapphund

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