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Rassebeschreibung:

Der Islandhund, Island-Schäferhund, Isländischer Schäferhund oder Iceland Shepherd ist eine anerkannte Hunderasse aus Island und die einzige Hunderasse mit Island als Ursprungsland.

Der erste Standard für die Rasse wurde bereits 1898 festgelegt, konnte sich jedoch wegen mangelndem Interesse nicht durchsetzen. Erst im Jahr 1972 wurde der Standard erneuert. Die isländische Rassebezeichnung ist „Íslenski fjárhundurinn“; der von der FCI verwendete Name „Islenskur fjárhundur“ ist daher nicht korrekt. Seit 2010 wird die Rasse auch vom American Kennel Club (AKC) anerkannt.

Die ersten, schon im 9. Jahrhundert (um 880) mit Siedlern aus Nordeuropa nach Island gelangenden Hunde waren nordische Spitze, aus sich denen im Laufe der Jahrhunderte – einerseits durch die isolierte Lage Islands und andererseits durch das Verbot des Imports anderer Hunde bedingt – eine eigenständige Rasse entwickelte. Sie wurde jedoch immer wieder durch Naturkatastrophen wie z.B. Vulkanausbrüche und vor allem Epidemien stark dezimiert. Eine Staupeepidemie im 19. Jahrhundert raffte so schätzungsweise 75% der Population dahin. Ungeachtet all dessen hat diese enorm anpassungsfähige Rasse über die Jahrhunderte allen Widrigkeiten eines harten Lebens im hohen Norden getrotzt.

Das Überleben der Rasse ist aber auch dem idealistischen Eingreifen des Engländers Mark Watson und dem dadurch wieder erwachenden nationalen Interesses der Isländer an diesen Hunden zu verdanken. Alle heutigen Tiere gehen auf die wenigen reinrassigen Exemplare zurück, die er und Gleichgesinnte noch in entlegenen Gebieten Islands finden konnten. Im Jahr 1969 gründete eine Gruppe engagierter Züchter den isländischen Hundeverein „Hundareiktarfélag Íslands“, der es sich zur Aufgabe machte, den Islandhund vor dem Aussterben zu retten.

Der Islandhund diente ursprünglich als Helfer beim Hüten und Treiben der Pferde und Schafe, und dies liegt ihm heute noch genauso im Blut wie das Vertreiben von Raben und Möwen zum Schutz der Lämmer und der zum Trocknen aufgehängten, überlebenswichtigen Fische. Er war und ist aber auch ein zuverlässiger Wächter von Haus und Hof und meldet lautstark das Erscheinen von Freunden und Fremden an.

Durch den Export von Islandhunden nach Nordeuropa und später auch bis nach Deutschland, in die Schweiz und auf den amerikanischen Kontinent gibt es heute wieder eine gesicherte Population. Nichtsdestotrotz ist der Genpol sehr klein, und es bedarf einer umsichtigen und geplanten Zucht, um die genetische Vielfalt zu erhalten.

Auf seiner Heimatinsel hat der Islandhund heute leider einen schweren Stand. Durch die Aufhebung des Importverbotes anderer Hunderassen und den vermehrten Einsatz von Border Collies auf den Höfen geriet er mehr und mehr ins Abseits, und fragt man heute Islandreisende nach diesen Hunden, so erfährt man, dass kaum noch ein Islandhund auf den Bauernhöfen zu finden ist.

Wesensbeschreibung

Der Islandhund ist ein mittelgroßer Hund, bei dem nach dem Rassestandard alle Fellfarben erlaubt sind, solange eine Farbe dominiert. Es gibt eine Variante mit mittellangem und ziemlich rauem Deckhaar mit dichter, weicher Unterwolle und eine Langhaarvariante mit längerem, wiederum recht rauem Deckhaar und ebenfalls weicher und dichter Unterwolle.

Die Ohren des Islandhundes stehen aufrecht, sind mittelgroß, dreieckig und haben leicht abgerundete Spitzen. Der Schwanz ist hoch angesetzt, wird über den Rücken geringelt getragen und berührt dabei den Rücken. Beide Merkmale verdankt die Rasse ihren Vorfahren, den nordischen Spitzen. Als Besonderheit gelten die oft doppelt ausgebildeten Afterkrallen an der Hinterhand, die in seltenen Fällen auch an allen vier Pfoten auftreten können; derartige Hunde werden als „Alspori“ bezeichnet.

Der Islandhund ist wendig und trittsicher und scheut weder Kälte noch Nässe. Er ist ein freundlicher, selbstbewusster und arbeitswilliger Hund. Wie bei allen Hütehunden, die auch als Familienhunde gehalten werden, sind auch beim Islandhund ausreichende körperliche und geistige Auslastung wichtig. Islandhunde zeigen normalerweise kaum Jagdverhalten, jedoch ist die Rasse für ihre Bellfreudigkeit bekannt.

Seine Aufgaben als Hütehund beinhalteten nicht das Vertreiben von gefährlichen Wildtieren, weshalb bei der Zucht stets darauf geachtet wurde, dass die Rasse frei von aggressivem Verhalten ist. Auf den weit verstreuten Höfen Islands war dieser Hund für die Kinder oft der einzige Spielkamerad, weshalb ein verträgliches und umgängliches Wesen besonders wichtig war (und ist). Gerade durch seine Vorliebe zum Spielen mit Kindern entwickelte sich sein sehr menschbezogenes, anhängliches und unkompliziertes Wesen.

Der Islandhund ist neugierig und nicht ängstlich, und am liebsten ist da, wo seine Menschen sind. Ein gelangweilter Islandhund ergreift aber auch schnell selbst die Initiative und dies nicht immer zur Freude seiner Besitzer, weshalb er ausreichend viel Bewegung und abwechslungsreiche, geistige Beschäftigung braucht. Obwohl er ein Hütehund ist, sollte man bereits beim Junghund darauf achten, dass er nicht den Spaß am Hetzen von Wild entdeckt. Seiner angeborenen Bellfreudigkeit kann man ebenfalls Einhalt gebieten, wenn man dies bereits im Welpenalter in Angriff nimmt. In der Pubertätsphase braucht der nordische Dickschädel eine souveräne Führung und liebevolle Konsequenz.

Alles in allem ist der Islandhund durch sein freundliches Wesen und sein handliches Format hervorragend als Familienmitglied geeignet. Und obwohl er Besucher aller Art gerne und lautstark meldet, eignet er sich überhaupt nicht als Schutz- oder Wachhund; nach einem lautstarken Empfang wird er jedem Fremden mit einem freundlichen Schwanzwedeln und ohne jegliche Aggressivität begegnen.

Thema Gesundheit

Da der Islandhund in seiner Geschichte nie zu den Modehunden gehörte, ist die Rasse auch heute noch sehr gesund. Aufgrund der geringen Anzahl an Tieren hierzulande ist jedoch bei der Zucht große Sorgfalt gefragt, um die Entstehung von Erbkrankheiten durch Inzucht zu vermeiden.

Ein gesunder Islandhund hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12-15 Jahren.

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Island Schäferhund
Íslenski fjárhundurinn

Island Schäferhund - Íslenski fjárhundurinn canivaris Selekt

Verfügbar in Testerweiterung
„Selekt“

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