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Rassebeschreibung:

Der Spanische Wasserhund oder Perro de Agua Español ist eine anerkannte spanische Hunderasse, die vor allem in Südspanien/Andalusien verbreitet ist. Die Rasse wird in drei verschiedene Typen unterteilt: den Typ Perro del Cantábrico (aus dem Norden, Kantabrien), den Marismeño und den Sierra, der am häufigsten in Andalusien anzutreffen ist.

Über die Herkunft des Spanischen Wasserhundes gibt es zwei Theorien. Die eine besagt, er wäre von den Mauren aus Nordafrika mitgebracht worden, die andere geht davon aus, dass diese Hunde zusammen mit Merinoschafen aus dem damals von den Türken besetzten Ungarn ins Land gelangten, denn mit diesen Schafen kamen auch die unga-rischen Hirtenhunde Pumi und Puli nach Spanien. Für letztere Annahme spricht, dass der Spanische Wasserhund in seiner Heimat früher noch einen anderen Namen hatte und Turco Andaluz (der „Türke aus Andalusien“) genannt wurde. Obwohl sich der Spanische Wasserhund in Spanien größter Beliebtheit erfreute, begann man erst in den 1970er Jahren damit, sich eingehend um diese interessante Rasse zu kümmern.

Der Spanische Wasserhund ist eng mit dem etwas größeren Portugiesischen Wasserhund, Cão de Água Português, verwandt, aber auch mit anderen ehemaligen Wasserhunden wie dem Lagotto Romagnolo aus Italien oder dem Barbet aus Frankreich. Der ungarische Puli scheint ebenfalls ihm verwandt zu sein, denn das Fell des Spanischen Wasserhundes kann genau wie das des Puli bis zum Boden reichende Schnüre oder Zotteln ausbilden.

Die optische Vereinheitlichung der Rasse basierte auf einem ganz kleinen Zuchtstamm, und im Jahr 1985 erlangte sie nationale Anerkennung. Die offizielle internationale Anerkennung durch die FCI wurde im 1999 erreicht. Über sehr lange Zeit war der Spanische Wasserhund in Deutschland extrem selten anzutreffen, und die Anzahl der beim VDH registrierten Welpen lag lediglich bei etwa einem Dutzend pro Jahr. Heute gibt es allein im VDH mehr als ein Dutzend registrierte Züchter, was eine sehr gute Ausgangs-basis für die Freunde dieses höchst interessanten und sehr fähigen Begleit- und Familienhundes ist.

In Spanien dient der Spanische Wasserhund auch heute noch als Hütehund, sowie bei der Jagd als Stöber- und Apportierhund und als Helfer der Fischer. Außerdem findet er als Rettungshund, als Spürhund für Drogen, Sprengstoffe oder Brandbeschleuniger, ja sogar als Schutzhund Verwendung. Aber auch als Familienhund ist er sehr beliebt.

Wesensbeschreibung

Der Spanische Wasserhund ist ein mittelgroßer, rustikaler, kräftiger und athletischer Hund mit mittellangem bis langem, wolligem und gelocktem Fell, das das Markenzeichen der Rasse ist und wenn es lang ist, Zotteln bilden kann, die aus dem Einwachsen der feinen Unterwolle in das gröbere Deckhaar entstehen. Das Fell kann einfarbig weiß, schwarz, zimtfarben und braun in allen Nuancen oder auch zweifarbig sein. Da sein Fell nicht haart, bedarf es keiner Fellpflege wie Kämmen oder Bürsten, zumal die Bildung von Zotteln ja eigentlich erwünscht ist.

Der Spanische Wasserhund ist treu, gehorsam, arbeitswillig, wachsam und sehr ausgeglichen. Dank seiner extrem guten Auffassungsgabe ist er außergewöhnlich lernfähig und passt sich allen Bedingungen schnell an. Sein Jagdinstinkt ist individuell ausgeprägt, aber er ist auf jeden Fall ein ausgezeichneter Wachhund sowie ein freundlicher Familienhund und guter Partner der Kinder und vierbeinige Hausgenossen. Die Bindung an seine menschliche Familie ist sehr eng, aber Fremden gegenüber ist er, zumindest am Anfang, eher zurückhaltend. Sollte ein Fremder ihm so ganz und gar nicht gefallen, reagiert er dennoch nicht aggressiv, sondern sucht vielmehr aktiv den Rat seines Halters.

Der Perro de Agua Español ist anpassungsfähig, sportlich, schnell, geschickt und ausdauernd. In der Haltung ist er durchweg problemlos, doch braucht er Beschäftigung und diese möglichst in Zusammenarbeit mit seinem Halter. Daneben benötigt er viel Bewegung, die weit über ein paar Runden um den Block hinausgehen sollte. Erst lange Spaziergänge, sich ohne Leine austoben und verschiedene Hundesportarten machen ihn zu einem glücklichen Hund, denn dabei kommt auch die geistige Forderung nicht zu kurz. Fairerweise muss man aber auch sagen, dass der Spanische Wasserhund durchaus mal ein paar Tage mit der Familie gemütlich auf der Couch verbringen kann, ohne dass er vor Langeweile und Unterforderung zu einer Nervtöte wird.

Seine Erziehung und Sozialisierung sollten bereits im Welpenalter beginnen. Da er sich gerne von seinem Halter führen lässt und sehr schnell lernt, lässt er sich leicht erziehen und verzeiht auch mal den einen oder anderen Anfängerfehler. Allerdings sollten solche schnellstmöglich korrigiert werden. Bei einer liebevollen, geduldigen und dennoch konsequenten Erziehung wird der Spanische Wasserhund zu einem vollwertigen, liebevollen und treuen Familienmitglied. Härte oder sogar körperliche Züchtigung sind bei ihm völlig unnötig und generell ein No-Go.

Thema Gesundheit

Der Spanische Wasserhund kann, genau wie viele andere mittelgroße und große Hunde, unter Hüftgelenksdysplasie (HD) leiden, weshalb in Deutschland nur als von dieser Krankheit frei zertifizierte Elterntiere für die Zucht verwendet werden. Darüber hinaus ist die Progressive Retina-Atrophie (PRA) als erblich bedingte, zur Erblindung führende Augenkrankheit bei der Rasse nachgewiesen. Auch Neuroaxonale Dystrophie (NAD), eine autosomal-rezessiv vererbte Krankheit, die degenerativ auf das zentrale und periphere Nervensystem wirkt, ist von dieser Rasse bekannt. Betroffene Hunde zeigen neurologische Defizite wie gestörte Bewegungsabläufe, Empfindungslosigkeit und Nervosität allein oder in Kombination mit unkontrolliertem Stuhlgang (Inkontinenz). Diese Erkrankung tritt beim Spanischen Wasserhund im Junghundalter zwischen dem sechsten und elften Monat auf und führt in der Regel dazu, dass das Tier im Alter zwischen 12 und 23 Monaten eingeschläfert werden muss.

Eine weitere hier zu nennende Krankheit ist die Goniodysplasie oder auch Dysplastisches Ligamentum pectinatum (DLP). Dabei handelt es sich um eine angeborene Augenanomalie, bei der eine Struktur im Kammerwinkel des Augapfels zu eng angelegt ist, wodurch das Kammerwasser das Auge nicht verlassen kann. Dies resultiert in einem Kammerwasserstau, durch den der Augeninnendruck bis auf das Dreifache der Norm ansteigt und extreme Kopfschmerzen verursacht. Der hochempfindliche Sehnerv toleriert derartige Werte schlecht, und das Auge verliert binnen kurzer Zeit seine Sehfunktion.

All diese Krankheiten basieren auf einer zu kleinen Ausgangspopulation in der Zucht, was in der Folge durch Inzucht zu Gendefekten geführt hat. Für die meisten dieser Krankheiten stehen heute jedoch Gentests zur Verfügung, mit deren Hilfe betroffene Hunde von der weiteren Zucht ausgenommen werden können.

Ein gesunder Spanischer Wasserhund hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 Jahren.

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Perro de Agua Español

Verfügbat in Testvariante
„Selekt“

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