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Rassebeschreibung:

Der Pyrenäen-Schäferhund oder Berger des Pyrénées ist eine anerkannte Hunderasse aus dem französischen Teil der Pyrenäen.

Die Rassen der Pyrenäenhütehunde wurden über Jahrhunderte von einem Leben in der Gebirgs­landschaft der französischen Pyrenäen geprägt. Ihr ursprünglicher Einsatzzweck war das selbst­ständige Hüten von Schafherden, und Zuchttiere wurden ausschließlich hin­sichtlich ihrer Arbeitsfähigkeit ausge­wählt. So entstanden Hunde, die hoch­gradig an die Arbeit im Hochgebirge an­gepasst sind, über ein hohes Maß an In­telligenz und Selbstbewusstsein verfügen und mit viel Mut und noch mehr Energie ausgestattet sind.

Der Berger des Pyrénées ist im Grunde ein „Pastoret-Griffon-Berger-Mischling“. Allerdings wurde die Rasse nicht „künst­lich“ und „gezielt“ geschaffen, sondern hat sich über die Jahrhunderte in den Vorgebirgen der Pyrenäen einfach aus der Kreuzung besagter Rassen natürlich entwickelt.

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts blieb der Berger des Pyrénées in der of-fiziellen Kynologie so gut wie unbe-kannt. Sein Typ, d.h. seine Gestalt und das Fell sind von einem Tal zum näch-sten stark verschieden, jedoch sind Verhalten und Charakter bei allen Exemplaren vergleichbar. Ein Rassestandard wurde erst in den 1920er Jahren erstmals festgeschrieben, und es dauerte noch bis Mitte der 1970er Jahre, bis die ersten Pyrenäen-Schäferhunde ihren Weg nach Deutschland fanden.

Der Pyrenäen-Schäferhund wird in zwei Rassen unterteilt: den glatthaarigen Berger des Py­rénées, der Face Rase genannt wird, was soviel wie „mit rasiertem Gesicht“ bedeutet; und den langhaarigen A Poil Long („mit langem Haar“) oder Museau Normal („normale Schnauze“). Bei Exemplaren der langhaarigen Form neigt die dichte Unterwolle das Fells zur Zottelbildung, was den Hunden im Hochgebirge als Wetterschutz dient.

Der Face Rase ist, wie der Name schon andeutet, im Gesicht kurzhaarig und hat auch am ganzen Körper kürzeres Haar. Beide Rassen werden erst seit einigen Jahren als eigenständig anerkannt und getrennt gezüchtet, jedoch unter dem gemeinsamen Namen Berger des Pyrénées geführt. Somit verkörpert der Name eine international anerkannte Rasse, für die zwei unterschiedliche Standards gelten. In Gegensatz zum Face Rase, der noch immer eher unbekannt ist, ist der lang­haarige Berger des Pyrénées inzwischen weltweit verbreitet.

Wesensbeschreibung

Der Berger des Pyrénées ist ein mittelgroßer bis großer Hund mit langem oder kürzerem, glattem oder leicht gewelltem Haar mit dichter und wolliger Unterwolle. Die Fellstruktur lässt sich als ein Mittelding zwischen Ziegenhaar und Schafwolle beschreiben. Das Haar am Fang ist kürzer, nicht ganz so dicht und liegt in Wuchsrichtung von vorn nach hinten an; an den Kopfseiten und Wan­gen ist das Haar länger und wirkt wie vom Wind nach hinten geweht. Die Augen sollten nicht durch das Haar verdeckt werden.

Das Fell des Berger des Pyrénées kann unterschiedlich gefärbt sein: von Blond über verschiedene Schattierungen von Braun und Grau bis hin zu Schwarz sind alle Farben möglich, und es gibt so­gar Harlekine. Die Nase ist generell schwarz, und die Augen sollen dem Rassestandard zufolge möglichst dunkel sein.

Der Berger des Pyrénées strahlt ein Maximum an Lebhaftigkeit aus, und sein Gesichtsausdruck ist stets wachsam. Er ist sehr anhänglich, zumindest was seine menschliche Familie angeht und will überall dabei sein. Allerdings ist er auch sehr eigenwillig und braucht unbedingt eine ebenso liebevolle wie konsequente Erziehung. Fremden gegenüber kann er zurückhaltend und misstrau­isch sein, wobei eine rechtzeitige Sozialisierung natürlich eine sehr große Rolle spielt. Enge Freunde seiner Familie liebt er jedoch mit der gleichen Hingabe wie diese selbst, und vorausge­setzt er hat im Welpenalter positive Erfahrungen mit Kindern gemacht, ist er auch diesen ein liebevoller Freund und Spielgefährte.

Von einem Arbeitshund wie dem Berger des Pyrénées muss gemäß seiner ursprünglichen Aufga­be selbstständiges Handeln und Denken erwartet werden, weshalb er auch als Familienhund vie­le Beschäftigungsmöglichkeiten braucht. Dazu eignen sich am besten unterschiedliche Hunde­sportarten und viele gemeinsame Aktivitäten mit der Familie. Es ist somit fast unnötig zu erwäh­nen, dass sich der Berger des Pyrénées weder für die Zwingerhaltung noch für ein Leben mit un­sportlichen und/oder inaktiven Menschen eignet.

Thema Gesundheit

Der Berger des Pyrénées gehört zu den robusten und allgemein gesunden Rassen, bei denen ras­setypische Krankheiten so gut wie unbekannt sind. Dennoch gibt es auch hier vereinzelte Fälle von Hüftgelenksdysplasie (HD) und Epilepsie, weshalb man beim Kauf eines solchen Hundes un­bedingt auf einen seriösen Züchter Wert legen sollte.

Die Lebenserwartung für einen gesunden Berger des Pyrénées liegt bei 15-17 Jahren.

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Pyrenäenschäferhund-Berger des Pyrénées

Verfügbar in Testvariante
„Selekt“

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