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Der Karakatschan oder Bulgarischer Hirtenhund ist eine Hunderasse aus Bulgarien. Derzeit hat sie noch keine FCI Anerkennung. Die Rasse ist nach den Karakatschanen benannt, einer grie­chischsprachigen ursprünglich nomadischen Volksgruppe.

Der in Bulgarien erstellte Standard für die Hunderasse beschreibt die namensgebende ethnische Gruppe als nomadisierende Hirten thrakischer Abstammung. Das Zusammenleben dieser Men­schen war lange Zeit eng mit den großen Herdenschutzhunden verbunden. Wie so oft bei Hunderassen mit einer langen Entstehungsgeschichte lässt sich diese nur schwer nachvollziehen. Stammbäume und Register waren in alter Zeit nicht relevant. Die Hunde wurden fast ausschließlich nach Ge­brauchseigenschaften gehalten und verpaart.

Es kommt vor, das Hunderassen aus einer Rassengruppe (Herdenschutz­hund), große optische Ähnlichkeiten zeigen. Verweilten die Nomadenvöl­ker einige Zeit an einem Platz, ver­mischten sich die eigenen Hunde mit den Einheimischen. Zogen die Nomadenvölker dann weiter, wanderte auch die „DNA“ dieser Hunde-verpaarungen weiter. So entstanden wahrscheinlich mit der Zeit eigene Rassen angepasst an die Region doch mit einem Erbe aus vergangenen Zeiten. Generationen der Zucht, ausgerichtet auf Gebrauch und Eigenschaften, eint diese unterschiedlichen Hunderassen vom Typ Herdenschutzhund.

Wesensbeschreibung

Von einem guten Herdenschutzhund werden einige grundlegende Eigenschaften erwartet. Diese Naturburschen sind absolut nichts für ein Stadtleben oder Wohnung. Von je her sind sie Arbeits­hunde, die gefordert und gefördert werden müssen und wollen. Beide Punkte sind für sein Hun­deleben unabdingbar, damit er ein erfülltes Leben mit seinen Menschen führen kann.

Ein gesundes Selbstbewusstsein wird von ihnen erwartet. Ohne Hirten müssen sie Tag und Nacht in der Lage sein eine Viehherde zu bewachen und vor jedermann zu beschützen. Daher sind sie mutige Hunde, die ihr Letztes geben würden, sollte es ihnen durch Menschen oder Wildtiere abverlangt werden. Diese Hunde sind sehr schlau und haben ein sehr gutes Gespür für eine Situation. Sie wissen in­stinktiv, das überzogene Härte nur kontraproduktiv für ihre Aufgaben wäre. Respekt ihm gegen­über weiß er sich sehr wohl einzufordern.

Durch sein erwünschtes selbstständiges Verhalten kön­nen schon mal Missverständnisse zwischen Mensch und Hund entstehen. Der Karakatschan zeichnet sich durch ein besonders ausgeprägtes Schutzverhalten aus. Wie alle Herdenschutzhunde definieren sie ihren „Schutzraum“ selbst. Das heißt, betritt jemand oder et­was diesen „virtuellen Raum“ unerlaubt, ist sein Verteidigungsinstinkt geweckt. Da sie die meiste Zeit, ohne menschliche Führung die Herden bewachen, entscheiden sie ganz alleine ihre Vorge­hensweise.

Je nach Rasse kann das bei einem Herdenschutzhund moderater oder aber kompromissloser sein. Eine gute Kenntnis seiner Verhaltensmuster hilft enorm beim Zusammenleben mit diesen Hunden. Ein warnendes Knurren sollte man, genau wie bei allen anderen Hunden, ernst nehmen. Aus seiner Sicht ist alles Unbekannte vielleicht eine Bedrohung. Diese Einstellung be­gleitet seine Handlungsweise. So sind sie Fremden gegenüber erst mal zurückhaltend und abwar­tend.

Man sagt ihnen nach über ein gewisses Schauspieltalent zu verfügen. In unklaren Situationen lie­ber mal auf „Dicke Hose“ machen und sehen, wie der andere reagiert. Hier ist die Erfahrung des Hundehalters gefragt, der erkennen sollte, was hier gerade unter zwei Hunden „diskutiert“ wird. Im Allgemeinen kommen sie in ihrer bekannten Hundegruppe gut zurecht. Bei fremden Hunden könnten sie sich schon mal herausgefordert fühlen.

Wie alle Herdenschutzhunde sind sie gute Beobachter und Wächter mit einem ausgeprägten Ter­ritorialverhalten. Das Erscheinungsbild dieser Rasse ist imposant. Mit einer Körpergröße von ca. 70 cm und einem Gewicht von über 50 Kilo gehören sie richtigerweise in die Gruppe der Molos­serartigen. Sein Gangbild erscheint etwas schwerfällig und lässt eine gewisse Leichtigkeit vermis­sen. Diese Hunde sind kompakt, kraftvoll und haben ihrer Aufgabe entsprechend eine ausgewogene Körperform. Die Fellfarbe dieser Rasse ist sehr variabel.

Die Hirten bevorzugen eine weiße Grundfarbe mit großen, asymmetrischen schwarzen Flecken. Die Augenform ist leicht schräg (asiatischer Look) und wirkt in dem großen Hundekopf etwas klein. Das Fell ist leicht gewellt und verfügt über Unterwolle mit guten Eigenschaften die auf ein Leben, fast ausschließlich im Freien, angepasst ist. Es kühlt im Sommer und im Winter hält es die eigene Körperwärme. Schmutz trocknet einfach und fällt von selbst ab. Gelegentliches Bürsten reicht für die Fellpflege. Ein besonderes Augenmerk hat seine Kopfform verdient. Rassenkenner bezeichnen es als „wun­dersames Dreieck“. Es beschreibt eine ausgeprägte „dreieckige“ Linie, die von der Stirn zur Schnauze verläuft. Viele Rassen zeichnen sich dadurch aus, dass die Schnauze schmaler nach vorne ausläuft und zwischen Stirn und Schnauze eine Stopp ist. Beim Karakatschan sollte der Übergang vom Fang zur Stirn ein „Dreieck“ bilden ohne steilen Stopp und die Schnauze sollte sich nicht zu stark verjüngen. Warum? Das hat physiognomische Gründe. Ihr Scherengebiss kann durch diese Grundanordnung eine „Sache“ besser festhalten oder kontrollieren. Eine wichtige Voraussetzung bei einer Auseinandersetzung mit einem wilden Tier.

Im Laufe der Zeit wären allerdings die guten Eigenschaften zusammen mit der ganzen Hunderas­se untergegangen. Diese Hunde gab es schon immer in dieser geografischen Region und man kann sie als landestypisch bezeichnen. Im Zuge der modernen Landwirtschaft war ihr Einsatz al­lerdings so gut wie überflüssig geworden. Heute beginnt man wider diese Hunderasse und ihre Fähigkeiten zu schätzen. Denn nach Wie­dereingliederung von Wolf und Bär lernen die einheimischen Bauern, noch einmal ganz neu den Umgang mit diesen Hunden, um ihre Herden zu schützen.

Wie bei allen Hunden ist eine liebevolle, geduldige Erziehung das A und O. Viel Verständnis für die rassebedingten Eigenheiten ist für diese Rasse unabdingbar. Sie sind ihren Menschen sehr zu­getan lieben aber auch ihre Unabhängigkeit. Diesen Grundsatz sollte man bei dieser Gruppe von Hunden nie vergessen: „Ein Hirtenhund gehorcht aus reiner Zuneigung zu seinem Besitzer“.

Thema Gesundheit

Rassetypische Erkrankungen oder genetische Defekte werden nicht expliziert mit dieser Rasse in Verbindung gebracht. Bei Hunden, die über den Tierschutz vermittelt werden, ist eine Überprüfung auf Mittelmeerkrankeiten ratsam.

Ein gesunder Karakatschan hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 9-13 Jahren.

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Bulgari. Schäferhund-Karakatschan

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