Telefon: +49 (0)2761-790121 | E-Mail: info@hunde-dna-test.de

Rassebeschreibung:

Der Do Khyi, auch als Tibetanischer Mastiff, Tibetanische Dogge oder Tibetdogge und Tibetma­stiff bekannt, ist eine anerkannte tibetanische Hunderasse. Er gehört zu den Herdenschutz­hunden, der aber neben dieser Aufgabe bei Wanderhirten auch als Wachhund in tibetischen Klös­tern diente.

Sein tibetanischer Name, Do Khyi, bedeutet übersetzt „angebundener Hund“. Seinen Ursprung hat er auf den Hochebenen des Himalaya und Transhimalaya, und er gilt als eine der ältesten Hunderassen des Ostens. Ganz im Gegenteil zu den Arbeitshunden in anderen Hirtenkulturen ge­nießt der Tibetanische Mastiff in Tibet große Wertschätzung und ist auch auf dem „Rad des Lebens“ (einem Symbol der buddhistischen Meditation) und zahlreichen antiken Thankas und Male­reien dargestellt. Aufgrund dieser Dar­stellungen konnte nachgewiesen wer­den, dass der Typus dieses Hundes über einen sehr langen Zeitraum unverändert geblieben ist.

Es waren die Überlieferungen von Mar­co Polo, der im 13. Jahrhundert Asien bereiste und über die Kultur der Bewoh­ner des tibetanischen Hochlandes be­richtete, durch die man auf diese Rasse in Europa aufmerksam wurde.

Für sehr lange Zeit galt die These, dass die Tibetanische Dogge der Urahn aller doggenartigen Hunde sei, aber inzwi­schen belegen Untersuchungen der mit­ochondrialen DNS, dass Straßenhunde einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Do Khyi hatten und beide, die Straßenhunde Tibets als auch der Do Khyi, eine Rolle bei der Entwicklung anderer Hundetypen spielten, aber nicht die Vorfahren der heutigen Molosser sind. Stattdessen haben diese Tests auch ergeben, dass einige Unterarten des Wolfes beteiligt waren, was auch den Mongolischen Wolf (Canis lupus chanco) einschließt. Aufgrund ihrer geographischen Isolation war die tibetanische Kultur bis etwa 1959 von westli­chen wie auch asiatischen Einflüssen weitgehend abgeschottet.

Das führte dazu das sich der Tibetanische Mastiff, genau wie einige andere Haustierrassen aus der Abgeschiedenheit Tibets, in den vergangenen Jahrhunderten genetisch kaum beeinflusst wurden und sich dadurch kaum verändert haben. In Tibet ist der Do Khyi nach wie vor ein unverzichtbarer und allgegenwärtiger Bestandteil der Hof- und Familiengemeinschaften. Allerdings kann aufgrund des zunehmenden Tourismus im Himalaya eine Vermischung mit anderen, von Reisenden mitgebrachten Hunden heute nicht mehr ausgeschlossen werden. Seit kurzem haben auch reiche Chinesen ein wachsendes Interesse am Tibetanischen Mastiff entwickelt und bezahlen Spitzenpreise für diese Hunde, da diese als sehr exklusive Statussymbole gelten.

So soll ein chinesischer Makler einem Zeitungsbericht zufolge bei einer Luxus-Haustiermesse in der Provinz Zhejiang umgerechnet 1,4 Millionen Euro für einen ein Jahr alten, goldfarbenen Welpen bezahlt haben. Diese Entwicklung stellt tendenziell eine Gefahr für die Rasse dar, denn etliche Züchter könnten nun mehr an Profiten als an einer nachhaltigen Zucht interessiert sein.

Einem Exemplar dieser Rasse, dem der Weg die westliche Welt gelang, war ein Rüde, den Köni­gin Victoria von England 1847 von Lord Hardinge (dem damaligen Vizekönig von Indien) ge­schenkt bekam. Im Jahr 1890 brachte Edward VII. (zu jener Zeit noch Prince of Wales) von einer Reise erneut zwei Exemplare mit nach England zurück. In älteren Aufzeichnungen ist auch von einem Do Khyi-Wurf die Rede, der 1898 im Berliner Zoo zur Welt kam.

In Deutschland werden den Zuchtbüchern des VDH zufolge jedes Jahr nur 10 bis 20 Welpen ge­boren, die dementsprechend hohe Preise verlangen. Der Do Khyi ist seit 1976 in den USA und seit 1979 auch in Europa vertreten, wo die Zuchten auf einigen wenigen, aus Nachbarregionen Tibets (Nepal, Bhutan und Nordindien) importierten Exemplaren beruhen.

Die Tibetdogge steht im Schweizer Kanton Tessin auf der Liste der potentiell gefährlichen Hunderassen, weshalb die Haltung ist dort bewilligungspflichtig ist.

Wesensbeschreibung

Der Tibetanische Mastiff oder Do Khyi gehört zu den großen Hunderassen und hat ein dichtes, lang-stockhaariges, festes Fell mit besonders im Winter sehr dichter Unterwolle. Dieses witte­rungsbeständige Haarkleid kann einfarbig schwarz, einfarbig rot, einfarbig blau oder blau und lohfarben sein. Auf dem Kopf kann er eine kleine weiße Blesse in Form eines Sterns und auf den Zehen kleine und ebenfalls weiße Flecken haben. Auf dem Kopf und über dem Nacken bildet das Fell eine Halskrause.

Typisch für die Rasse ist das starke Abhaaren in den Frühlingsmonaten, wobei die Unterwolle, Teile des Deckhaares und auch die oberste Hautschicht (durch Abschuppen) abgestoßen werden. Dies ist eine Anpassung an die starken jahreszeitlichen Temperaturschwankungen in der Heimat des Do Khyi. Nach Abwerfen der Unterwolle sieht er deutlich schlanker und verändert aus.

Der Tibetanische Mastiff ist von kräftigem Körperbau mit gut ausgeprägter Hals- und Nacken­muskulatur. Der Schwanz ist mit einer starken Fahne versehen und wird über den Rücken gerollt getragen. Seine Ohren sind klein bis mittelgroß, hängen seitlich am Kopf herab, werden aber bei Erregung nach vorne gerichtet.

Vom Wesen her ist der Do Khyi ist ein sehr zuverlässiger und seiner menschlichen Familie treu ergebener Hund. Er ist sehr lernfähig, allerdings nicht unbedingt ein eifriger „Schüler“ und schnell gelangweilt. Er zeigt ein ausgeprägtes Territorialverhalten und macht sich hervorragend als Wachhund. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend und stets bereit, seine Familie und sein Territorium zu verteidigen, wenn nötig bis an dessen Grenzen. Deshalb benötigt er ein viel Ab­wechslung bietendes Umfeld, in dem er seinen angeborenen Instinkten nachgeben kann.

Im Haus verhält er sich in der Regel ruhig, möchte sich aber draußen ausgiebig austoben kön­nen. Vorausgesetzt der Tibetanische Mastiff wächst von klein auf an in einer Familie auf und wird gut sozialisiert, ist er ein angenehmer Familienhund, der auch Kinder und sonstige Haustie­re als Familienmitglieder akzeptiert. Anderen Hunden, besonders Rüden gegenüber, verhält er sich dominant. Er ist zwar kein streitlustiger, aber doch ein sehr wehrhafter Hund, der sich seiner imposanten Erscheinung und Körperkräfte bewusst ist und potenziellen Angreifern nicht aus dem Weg geht.

Seine Erziehung ist unter den Bedingungen, die im heutigen Mitteleuropa herrschen, eine Her­ausforderung und verlangt passende äußere Rahmenbedingungen. Der Do Khyi hat eine starke Neigung zum Hinterfragen des Nutzens von Erziehungsmaßnahmen und Befehlen, weshalb sein Halter unbedingt Spaß daran haben muss, sich mental mit diesem starken Hund zu messen. Er muss schon über eine gesunde Portion Hundeverstand verfügen, sehr viel Einfühlungsvermögen und ein liebevolles Verhältnis zu seinem Do Khyi haben, damit daraus eine enge, dann aber wun­dervolle Beziehungen entstehen kann.

Über die Erziehung als Familienhund hinaus kann die Rasse auch für verschiedene Einsatzgebie­te ausgebildet werden und eignet sich aufgrund ihrer Kinderliebe, dem einzigartigen Wesen und ihrer Erscheinung auch sehr gut als Therapiehund. Er ist weiterhin ein guter Fährtensucher und lässt sich sogar als Rettungshund einsetzen.

Thema Gesundheit

Bei kaum einer anderen Rasse wird in der Öffentlichkeit so sehr über das Auftreten von genetisch bedingten Krankheiten diskutiert wie beim Do Khyi, allerdings gewöhnlich ohne Nennung von Namen oder dem Nachweis von Befunden. So weit bekannt, existiert für die Rasse bis heute kein einziger Gentest, welcher auch nur eine der möglichen Erkrankungen im Erbgut erkennen ließe.

Generell sind wohl bei einigen Exemplaren Krankheiten wie Hüftgelenksdysplasie (HD), Epilep­sie, Progressive Retinal-Atrophie (PRA), Eutrophicum und Entropium, Beschleunigtes-Alterungs-Syndrom (BAS; beim Menschen Progerie genannt), Pediatric Neurotransmitter Disease (PND, eine Stoffwechselerkrankung) und Schilddrüsenunter-funktion aufgetreten, jedoch gelten diese als eher selten.

Ein ohne Inzucht, z.B. in seiner Heimat Tibet gezüchteter Tibetanischer Mastiff oder Do Khyi kann sich einer sehr robusten Gesundheit erfreuen und eine Lebenserwartung von gut 10 Jahren haben.

Zurück zur Listenübersicht
Tibetan Mastiff - Do Khyi

Verfügbar in Testerweiterung
„Selekt“

Für einen bestmöglichen Service verwenden wir Cookies. Durch Nutzung dieser Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. weitere Infos

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen