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Rassebeschreibung:

Der Tibet-Spaniel stammt, wie der Name schon erraten lässt, aus Tibet. Die Rasse geht vermut­lich auf Hunde zurück, die schon um 100 v. Chr. in Zentralasien gelebt haben. Die ersten Erwäh­nungen datieren aus der Zeit der Chin-Dynastie 225 bis 206 v. Chr. Aus Tibet liegen die ersten Aufzeichnungen erst nach der Entwicklung der tibetischen Schrift um 630 n. Chr. vor. Bronzen und Keramiken aus der Zeit von 1100 bis 1644 lassen diesen Hundetyp, der Ähnlichkeit mit den heutigen Pekinesen hat, erkennen, allerdings mit einer deutlich längeren Schnauze und längerem Rücken.

Es ist möglich, dass der Tibet-Spaniel schon sehr früh über die Seidenstraße nach Europa kam und vielleicht einer der Urahnen der europäischen Klein- und Zwerghunde wie des Kontinenta­len Zwergspaniels, Papillon, wurde. Die Rasse wurde erstmals 1895 in Eng­land gezüchtet, hatte aber in Züchter­kreisen so gut wie keine Bedeutung. Erst 1934 wurde der erste Rasse­standard veröffentlicht, und von da an nahmen sich einige Züchter dieser Hunde an.

Der Zweite Weltkrieg machte all diese Bemühungen zunichte, und es gab da­nach so gut wie keine Bestände mehr. In Folge wurden neue Hunde aus Tibet importiert und mit der Zucht praktisch wieder von vorne begonnen.

Der Tibet Spaniel ist ein robuster, zä­her, und herkunftstypisch absolut wet­terfester Hund mit scharfen Sinnen. Schließlich ist und war er nicht nur ein Luxushund, sondern hielt Haus und Hof frei von Ratten und Mäusen und kündigte die Ankunft von Fremden durch Bellen an, und das in Höhenlagen um die 4000 m im Himalaya. Auch bei den nach Europa eingeführten Vertretern der Rasse sind diese Eigenschaften erhalten geblieben.

Wesensbeschreibung

Der Tibet-Spaniel gehört zu den wenigen Hunden, die sich über die Jahrhunderte, vielleicht so­gar Jahrtausende, kaum verändert haben. Er ist ein lebhafter und wachsamer Gesellschaftshund, der zu den kleinen Rassen gehört und im Bezug auf seine geringe Größe und Gewicht auch als Schoßhund bezeichnet werden könnte.

Sein Gesamterscheinungsbild ist mit einer geringfügig größeren Körperhöhe als die des Wider­rists ausgewogen. Sein Deckhaar ist seidig und von mittlerer Länge, die Unterwolle ist sehr fein, und sein Fell kann alle Farben und möglichen Kombinationen aus diesen aufweisen. Die Ohren hängen, sind von mittlerer Größe und liegen nicht am Schädel an.

Der Tibet Spaniel ist ein fröhlicher, kerniger, ausgesprochen wachsamer und, wenn etwas sein Misstrauen erweckt, auch „meldefreudiger“ Hund. Er möchte als vollwertiges Familienmitglied und Partner des Menschen betrachtet werden. Er besitzt einen wesensfesten Charakter, ist sehr aufmerksam, lernwillig und unerschrocken – er sieht sich selbst als ein „großer“ Hund in kleiner Verpackung. Seine flotte Gangart und sein fröhliches und lebhaftes Wesen sind bezeichnend für diese Rasse.

Er verlangt eine eine intensive, wechselseitige Beziehung, in der er die Liebe seines Halters und dessen Familie mit viel Treue, Wachsamkeit, einfühlsamem Mitempfinden und Aktionsbereit­schaft entlohnt. Man kann mit dem Tibet-Spaniel regelrechte Dialoge führen, denn er scheint al­les zu verstehen und reagiert nahezu mit menschlicher Verständigkeit. Sein Gedächtnis ist er­staunlich. Er ist ein guter Begleiter und Partner für Menschen jeden Alters.

Der Tibet-Spaniel ist kein Hund, der sich aufgrund seiner „angeborenen“ Intelligenz selbst er­zieht, weshalb eine familiengerechte Prägung in den ersten Lebenswochen beim Züchter und die weitere Sozialisierung in seinem neuen Umfeld im Jungtieralter wichtig sind.

Eine liebevolle, konsequente und ruhige Erziehung ist nötig, um dem Tibet-Spaniel die Vorzüge der menschlichen Entscheidungen beizubringen. Auf Druck oder gar Zwang reagiert er mit Igno­ranz. Ein einfühlsamer Dialog zwischen Mensch und Hund überzeugt den Tibet-Spaniel hinge­gen, und er wird mit seinem Besitzer hervorragend kooperieren, ohne dabei unterwürfig zu sein. Bei aller Eleganz und Leichtfüßigkeit, Anmut und Anhänglichkeit hat die Rasse aber nie ihre Ro­bustheit und Kernigkeit verloren, die genauso wie ihr erstaunlicher Mut einfach zu ihr gehört.

Thema Gesundheit

Der Tibet-Spaniel, der eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren hat, kann unter Patellaluxation und Katarakten leiden. Gelegentlich kann bei dieser Rasse auch eine Pro­gressive Retinaatrophie (PRA) auftreten. Knie- und Augentests sollten daher zu den tierärztli­chen Routineuntersuchungen gehören.

Weitere genetische Tests

Der Test auf Progressive Retina-Atrophie (prcd PRA)
Informationen zum Hintergrund:
Bei der Progressiven Retina-Atrophie handelt es sich um eine erbliche, progressive (kontinuierlich fortschreitende) Erkrankung, bei der die Netzhaut langsam abstirbt und letztendlich zum Erblinden führt. Sie tritt bei Hunden auf, weniger häufig aber auch bei Katzen. Dieser degenerative Prozess beginnt im Bereich der Fotorezeptoren und bezieht im weiteren Verlauf die gesamte Netzhaut mit ein.

Die Progressive Retina-Atrophie entspricht der Retinopathia pigmentosa beim Menschen.

Zusätzliche Informationen:
In den meisten Fällen ist ein autosomal-rezessiv vererbter Gendefekt für die Erkrankung verantwortlich. Das heißt, es können sowohl weibliche als auch männliche Tiere gleichermaßen erkranken.

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Tibetspaniel canivaris Basic und Selekt

Verfügbar in Testvariante
„Basic“ und „Selekt“

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