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Rassebeschreibung:

Den Ursprung aller Schäferhund-Rassen bildeten die Arbeitshunde der Schäfer. Diese Hunde waren oft weiß, damit man sie im Dunkeln gut sehen und von Raubwild unterscheiden konnte. Ein Schäfer benötigt einen zuverlässigen, belastbaren und wetterfesten Arbeitshund, und so entstand mit der Zeit durch Auswahlzucht gemäß dieser Merkmale ein gelehriger Herdengebrauchshund, der auch als Berger Blanc Suisse bekannt ist.

Die Geschichte des Weißen Schweizer Schäferhundes begann in den 1880er Jahren und geht auf ein weißes Exemplar zurück, das dem Baron von Knigge gehörte und den Namen Greif trug. Dieser wurde von dem Züchter Friedrich Sparwasser erworben und mit der Hündin Lotte verpaart. Aus dieser Verbindung stammende Nachkommen wurden wiederum verpaart, und 1899 wurde der erste Rüde, mit dem Namen Horrand von Grafrath, in das Zuchtbuch des Vereins für Deutsche Schäferhunde eingetragen.

1933 wurde die Farbe Weiß aus dem Rassestandard des Deutschen Schäferhundes dann wieder gestrichen, denn dieser Farbe wurden sämtliche bei der Zucht auftretende Erbdefekte angelastet, darunter HD (Hüftgelenksdysplasie), ED (Erektile Dysfunktion), Blindheit und Taubheit, Unfruchtbarkeit und allgemeine Lebensuntüchtigkeit. Als Folge davon wurden diese Hunde in Europa selten. Einige weiße Schäferhunde wurden jedoch in die USA und nach Kanada exportiert und schufen dort eine Grundlage für die weitere Zucht, der letztendlich auch die heutige Population in Europa zu verdanken ist. Obwohl sich die „White German Shepherds“ in den USA und Kanada großer Beliebtheit erfreuten, wurden sie auch dort bald als „Fehlfarbe“ betrachtet und ebenfalls aus dem Rassestandard entfernt; man ging sogar soweit zu verlangen, dass alle weißen Welpen getötet werden sollten. In der Folge gründeten die Züchter der weißen Variante in der USA diverse Zuchtvereine.

In den 70er Jahren fand der weiße Schäferhund seinen Weg zurück nach Europa und zwar zunächst in die Schweiz. Als erste brachte Agatha Burch ihren 1966 geborenen Rüden Lobo aus den USA in die Schweiz mit, und dieser Hund gilt heute als der Stammvater der Rasse. Durch die Verbindung mit dem nunmehr in der Schweiz registrierten Rüden und weiteren Importhunden aus den USA und Kanada verbreitete sich der weiße Schäferhund allmählich wieder über ganz Europa und wurde unter sich weitergezüchtet. Seit Juni 1991 findet er sich als neue Rasse im Anhang des Schweizerischen Hundestammbuches (SHSB).

Die Population der weißen Schäferhunde stieg nach 1991 besonders in Deutschland, der Schweiz, in den Niederlanden, Frankreich, Österreich und Schweden stark an, aber es dauerte noch bis 2001, bis sich die Schweizerische Kynologische Gesellschaft (SKG) dazu bereit erklärte, den für eine internationale Anerkennung notwendigen Antrag an die FCI zu stellen. Diesem wurde am 1. Januar 2003 entsprochen, und die endgültige Anerkennung der Rasse wurde im Juli 2011 bekanntgegeben.

Wesensbeschreibung

Der Weiße Schweizer Schäferhund eignet sich unter anderem als Familien- und Begleit-, Wach-, Arbeits-, Schutz- und Gebrauchshund sowie als Rettungs-, Blindenführ- und Therapiehund.

Es handelt sich hierbei um einen kräftig gebauten, aber dennoch eleganten Hund. Er ist mittelgroß, leicht gestreckt, verfügt über eine gut ausgebildete Muskulatur und einen festen und kräftigen Knochenbau. Der Kopf ist keilförmig mit gut angesetzten Stehohren, die Rückenlinie verläuft gerade bis zur leicht abfallenden Kruppe, Vorder- und Hinterhand sind muskulös und ausreichend gewinkelt. Das Deckhaar kann stock- oder langstockhaarig sein, wobei ausreichend Unterwolle vorhanden sein muss.

Der Weiße Schweizer Schäferhund hat ein ausgeglichenes Wesen, ist nervenstark, selbstsicher, unbefangen und gutmütig; Ängstlichkeit und Aggressivität sind unerwünschte Merkmale. Er ist intelligent und lernwillig und eignet sich somit bestens für fast alle Hundesportarten. Die tägliche Pflege ist problemlos, allerdings ist er in Hinblick auf eine artgerechte Haltung und ein ausreichendes Beschäftigungsangebot eher anspruchsvoll.

Thema Gesundheit

Obwohl der Weiße Schäferhund allgemein als äußerst robust gilt, besteht dennoch eine Neigung zu einer Vielzahl von Krankheiten und Gesundheitsproblemen. Besonders typisch ist die Hüftgelenksdysplasie (HD), weshalb man bei der Auswahl eines Welpen auf eine HD-freie Zuchtlinie achten sollte. Auch Herzfehler, Taubheit, Rotationsfehlstellungen und eine Erweiterung der Speiseröhre (Megaösophagus) können häufiger auftreten, weswegen bereits erste Anzeichen ernst genommen und schnellstmöglich untersucht werden sollten. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 12 Jahren.

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Weisser Schweizer Schäferhund-canivaris

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