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Rassebeschreibung:

Der Biewer Terrier hieß ursprünglich Biewer Yorkshire à la Pom Pon und ist eine Hunderasse aus Deutschland. Obwohl sie vom RKF (Russian Kennel Federation), dem russischen Vertreter der FCI, anerkannt und auch vom American Kennel Club seit 2014 in seinem Foundation Stock Service geführt wird, ist sie bisher weder von der FCI noch vom deutschen Klub für Terrier (KfT) anerkannt worden. Dennoch liegt ein Rassestandard vor, der vom Präsidium der RKF festgelegt und 2009 verabschiedet wurde.

Die Geschichte des Biewer Terriers begann 1984 mit einer Mutation bei der Familie Biewer im thüringischen Hirschfeld, die in einem Wurf ihrer zwei reinrassigen Yorkshire Terrier zwei Welpen entdeckte, deren Fell weiße Flecken aufwies, was innerhalb dieser Rasse als Farbfehler gilt. Den ersten dieser beiden dreifarbigen Yorkies nannten sie „Schneeflöckchen von Friedheck“. Familie Biewer beschloss daraufhin, ihre Zucht auf dieses Merkmal hin zu selektieren, und so entstanden relativ schnell in diesen Fellfarben phänotypisch stabile Hunde, die nach ihrem ersten Züchter, Biewer, benannt wurden.

Wesensbeschreibung

Der kleine Biewer Terrier hat im Gegensatz zum schwarz/goldfarbenen Yorkshire Terrier ein dreifarbiges Fell, nämlich schwarz, goldfarben und weiß. Diese Farben sind mehr oder weniger gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt. Das Fell ist seidig, glatt und besitzt keine Unterwolle, reicht zu dreiviertel oder ganz bis auf den Boden und ist entlang der Rückenmitte von der Nasenspitze bis zum Schwanzansatz gescheitelt. Die Pfoten sind weiß, und der Schwanz ist weiß oder schwarz/weiß und hat immer eine weiße Schwanzspitze. Unter seinem langen Haarkleid verbirgt der Hund einen kompakten Körperbau, wirkt aber dennoch sehr zierlich. Die Augen sind mittelgroß und glänzend. Die Ohren sind V-förmig, klein und stehen aufrecht. Der Schwanz ist gut behaart und wird etwas über der Rückenlinie getragen.

Der Biewer Terrier ist ein fröhlicher, aufgeweckter Hund, der bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen beliebt ist. Trotz seiner geringen Größe ist er außerordentlich mutig und geschickt. Größere Hunde oder fremde Menschen beeindrucken ihn nur wenig, so dass er sich sogar als Wachhund eignet. Er verfügt über eine nicht zu bändigende Neugier und Unternehmungslust, ist aber andererseits auch selbstbewusst und anpassungsfähig. Er gibt sich fast schon aristokratisch, so als wolle er sich auf diese Weise immer wieder erneut Respekt verschaffen. Außerdem ist er willensstark, und damit dieses Attribut nicht in Dickköpfigkeit umschlägt, bedarf es einer liebevollen, dabei aber konsequenten Erziehung.

Der Biewer Terrier weist sämtliche Eigenschaften auf, die sonst gewöhnlich nur Gebrauchs- und Jagdhunden zugeschrieben werden. Bei Spaziergängen und Wanderungen ist er ausgesprochen ausdauernd, und bei gutem Training stellen selbst Strecken von zwanzig Kilometern kein Problem dar. Er ist menschenfreundlich, bis ins hohe Alter verspielt, anhänglich, lernbereit, kinderlieb und besitzt eine enorme Auffassungsgabe.

Thema Gesundheit

Aufgrund seiner Abstammung enthält der Genpool des Biewer Terriers die gleichen Erbanlagen für Krankheiten wie der des Yorkshire Terriers. Dazu gehören Grauer Star, Nierendysplasie (Zerstörung gesunden Nierengewebes durch Zysten), Cushing-Syndrom, herausspringenden Kniescheiben, Ellbogen- und Hüftgelenksdysplasie (ED und HD).

Auch ist für die Rasse eine nekrotisierende Gehirnentzündung beschrieben worden. Diese nekrotisierende Meningoenzephalitis wurde ursprünglich als „rassespezifische“ Enze-phalitis bezeichnet, da sie zunächst beim Mops, dann beim Yorkshire Terrier und Malteser bemerkt wurde.

Bei dieser Erkrankung handelt es sich um eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten, bei der das entzündete Hirngewebe abstirbt (nekrotisiert). Als Ursache dafür wurden vor allem Viren, aber auch andere Infektionserreger gesucht, konnten aber nicht nachgewiesen werden, was aber nicht zwangsläufig bedeutet, dass an der Erkrankung wirklich keine Erreger beteiligt sind. Wenn sich zum Beispiel ein Virus kurz nach der Infektion massiv vermehrt und im Organismus verbreitet, hat dies ­eine starke Aktivierung des Immunsystems zur Folge. Dadurch kann der Erreger zwar aus dem Organismus entfernt werden, aber es gehen auch viele körpereigene Zellen zugrunde, und die ­Immunantwort kann entgleisen. Neuere Untersuchungen konnten bei diesbezüglich erkrankten Hunden tatsächlich verschiedene Autoantikörper nachweisen, was die Vermutung einer immunologisch bedingten Pathogenese stärkt. Die Häufung der Erkrankung beim Mops und die Untersuchung von Stammbäumen lassen auf eine genetische Ursache schließen.

Ein gesunder Biewer Terrier kann ein Alter von 13 bis 15 Jahren erreichen.

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Biewer (Yorkshire) Terrier

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„Selekt“

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