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Rassebeschreibung:

Der Miniatur Bullterrier ist eine anerkannte Hunderasse aus Großbritannien, deren Herkunft und Geschichte bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts der des Standard Bullterriers entspricht.

Der Miniatur Bullterrier sieht zwar ganz wie eine kleinere Ausgabe des Standard Bullterriers aus, ist aber eine eigenständige Rasse mit einem ganz besonderem Charme. Seine Geschichte nahm bereits 1821 in England ihren Anfang, als die Rasse gemeinsam mit dem größeren Standard Bullterrier aus einer Kreuzung zwischen Terrier und Bulldogge entstand. Nach und nach entwickelten sich daraus zwei Typen von Bullterriern, und aus den kleinsten Vertretern der Rasse wurde der Miniatur oder Toy Bullterrier.

Im Gegensatz zu seinen großen Verwandten war die Aufgabe des Minis nicht die eines Kampfhundes, sondern er sollte Ratten und Marder jagen. Die kleinen Hunde lebten typischerweise mit englischen Arbeitern und ihren Familien auf engstem Raum zusammen. Das heute für die Rasse typische „Downface“ wurde den Bullterriern erst viel später angezüchtet. Schon seit dem frühen 19. Jahrhundert war ein kleinerer Typ des Bullterriers bekannt. Dieser wurde aber 1918 wieder aus dem Rassenverzeichnis des britischen Kennel Clubs genommen, weil er sich vor dem ersten Weltkrieg keiner großen Beliebtheit mehr erfreute und völlig „aus der Mode“ gekommen war. Erst im Jahr 1938 strebten der britische Colonel Richard Glyn und eine Gruppe von Gleichgesinnten eine Wieder-belebung der Rasse an und gründeten einen Miniature Bull Terrier Club, der eine maximale Widerristhöhe von 35,5.cm für die Rasse festlegte.

In den 1970er Jahren wurde der Miniatur Bullterrier dann vor allem in privaten Haushalten immer beliebter, und er ist seitdem ein geschätzter Familienhund. Trotzdem gilt die Rasse seit 2006 in ihrem Ursprungsland Großbritannien als vom Aussterben bedroht und wird in der Liste der „vulnerable native breeds“ geführt. Erst im Jahr 2011 erfolgte die endgültige Anerkennung der Rasse durch die FCI.

In Deutschland ist der Miniatur Bullterrier, im Gegensatz zum Standard Bullterrier, in keiner der Listen potentiell gefährlicher Hunderassen zu finden, und hier gibt es somit keine gesetzlichen Einschränkungen für seine Zucht und Haltung. In einem 2010 veröffentlichen Bericht des Landes Nordrhein-Westfalen ist sogar zu lesen, dass es bei den behördlich erfassten Miniatur Bullterriern zu keinem Vorfall gekommen ist, bei dem Menschen oder Tiere zu Schaden gekommen wären. Des Weiteren ist dort festgehalten, dass Miniatur Bullterrier zum Typ „Kleine Hunde“ gehören. Eine behördliche Feststellung der Gefährlichkeit ist aber im Einzelfall trotzdem möglich.

Schon bevor der Miniatur Bullterrier auch von der FCI als eigene Rasse anerkannt war, gab es juristische Auseinandersetzungen darum, ob die Hunde unter die Bestimmungen der jeweiligen Rasselisten fallen sollten oder nicht. Ebenfalls umstritten ist die Rechtslage in NRW bezüglich der Maßgeblichkeit der Widerristhöhe und der Einhaltung der FCI-Standards bei der Zucht, wenn das konkrete Tier größer ist als es der Rassestandard vorsieht. In Berlin ist ein Verfahren anhängig, in dem die Definition eines Hundes als Bullterrier statt als Miniatur Bullterrier als Entscheidungsgrundlage für die Einschätzung als Listenhund betrachtet wird.

In der Schweiz ist der Miniatur Bullterrier auf der Rasseliste des Kantons Basel-Stadt explizit erwähnt, wohingegen ihn der Kanton Zürich aus seiner Rasseliste explizit ausschließt. Die übrigen Kantone, die den Bullterrier als Listenhund führen, machen keine Angaben dazu, ob der Miniatur Bullterrier ebenfalls als potenziell gefährlich gelten muss.

Wesensbeschreibung

Beim Miniatur Bull Terrier ist im Gegensatz zum Standard Bullterrier die Größe im Rassestandard festgelegt. Er ist für seine geringe Größe dennoch ein kräftiger und mutiger Hund, der sich seinen Menschen gegenüber treu und liebevoll zeigt. Er spielt besonders gerne mit Kindern und das am liebsten den ganzen Tag. Seine Reizschwelle ist sehr hoch, und er lässt sich durch fremde Menschen und Hunde nicht ohne weiteres aus der Ruhe bringen. Er lässt sich durch nichts unterkriegen. Allerdings ist er etwas bellfreudiger als sein größerer Verwandter.

Der Miniatur Bullterrier ist sehr intelligent. Er hat ganz deutlich einen eigenen Willen, und wenn ihm etwas nicht passt, entwickelt er eine gewisse Eigensinnigkeit und verfolgt dann stur seinen Weg. Seine Erziehung ist aber trotz alledem relativ einfach, wenn man mit genug Konsequenz und Liebe an den richtigen Stellen vorgeht. Er benötigt eine starke Führungsperson, die ihm zeigt, wo es lang geht und somit immer für ihn da ist. Auf Bestrafungen reagiert er mit einer Abwehrhaltung. Eintönig wiederholte Kommandos langweilen ihn schnell, und er sucht sich dann lieber selbst eine spannendere Beschäftigung. Unerlässlich ist eine frühzeitige Sozialisierung mit anderen Hunden, damit es später keine Probleme auf dem Trainingsplatz oder beim Spazierengehen gibt.

Der Miniatur Bullterrier wächst bis zu einem Alter von drei Jahren, und je nach Abstammung kann der eine oder andere Vertreter seiner Rasse auch mal etwas größer werden als vom Zuchtstandard vorgesehen.

Thema Gesundheit

Beim Miniatur Bullterrier besteht eine Neigung zu einer genetisch bedingten Schwäche des Aufhängeapparates der Augenlinse und damit zu einer Linsenverlagerung, eventuell mit sekundärem Grünen Star. Zum Nachweis dieser Augenerkrankung gibt es einen Gentest.

Ein gesunder Miniatur Bullterrier kann ein Alter von 11-14 Jahren erreichen.

Weitere genetische Tests

Für die Hunderasse Bull Terrier – Miniature stehen bei OriVita folgende genetischen Tests zur Verfügung.

Letale Akrodermatitis (LAD) / Immunsystem

Polyzystische Nierenerkrankung (PKD1) / Nierenfunktion

Primäre Linsenluxation (PLL) / Augenerkrankung

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Bull Terrier Miniature canivaris Selekt

Verfügbar in Testerweiterung
„Selekt“

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