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Rassebeschreibung:

Kaukasische Owtscharka (russisch Кавказская овчарка – Kawkasskaja Owtscharka)

Der Kaukasische Owtscharka (russisch Кавказская овчарка – Kawkasskaja Owtscharka) oder einfach Kaukasischer Schäferhund ist eine von der FCI anerkannte Hunderasse aus der ehemali­gen UdSSR, deren Rassestandard jetzt von Russland betreut wird.

Hunde dieses Typs existieren nachweislich seit mehr als 600 Jahren, aber es ist zu vermuten, dass es sie schon weitaus länger gibt. Der Kaukasische Schäferhund ist überwiegend in der durch den Kaukasus getrennten Landenge zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer verbreitet, aber seine Heimat reicht noch bis an die Grenzen zum Iran und zur Türkei.

Der Kaukasische Schäferhund ist ein Herdenschutzhund, dessen Aufgabe ursprünglich darin bestand, Viehher­den aller Art im Süd- und Nordkauka­sus vor zwei- und vierbeinigen Dieben zu beschützen und als Wachhund im Haus und auf dem Hof zu fungieren. Heute ist er eher ein geschätzter Fami­lienhund, dem allerdings viel Platz im Haus und außerhalb zugestanden wer­den sollte, um seinen Wachhundeigen­schaften und seinem Revierbewusst­sein Rechnung zu tragen.

Es ist schwierig, mit solch einer eher vom Menschen unabhängigen und selbst-ständigen Rasse gute Resultate im Hundesport zu erzielen, denn diese Hunde haben nicht das Bedürfnis, ihrem Hundeführer un­bedingt gefallen zu wollen. Eine Schutzhundausbildung ist überflüssig und kann sogar gefährlich sein, da sich der Kaukasische Schäferhund hierdurch zu einem unkontrollierbaren Hund entwi­ckeln kann, was in Anbetracht seiner Körperkräfte und Größe potentiell desaströse Folgen haben könnte.

Ein ausgeprägtes Schutzverhalten ist bereits tief in der Rasse verankert und braucht daher nicht noch gefördert zu werden. Eine Ausbildung zum Begleithund ist dagegen empfehlenswert.Der Kaukasische Schäferhund wird im Schweizer Kanton Tessin auf der Liste der potentiell ge­fährlichen Hunderassen geführt, und seine Haltung ist dort bewilligungspflichtig. In Dänemark (Färöer Inseln und Grönland ausgenommen) sind Besitz, Zucht und Einfuhr des Kaukasischen Schäferhundes durch das Hundegesetz (Lov om Hunde, Fassung von 2010) sogar gänzlich verbo­ten.

Wesensbeschreibung

Der Kaukasische Schäferhund ist mit einer Schulterhöhe von mindestens 64–68 cm ein richtig großer Hund. Sein Fell ist an der Oberfläche schlicht und grobhaarig und mit stark entwickeltem, hellerem Unterhaar versehen. Es ist unterschiedlich grau gefärbt oder hat verschiedene, meist helle bis rostfarbene Töne, einschließlich strohgelb, weiß, erdfarben, gestreift oder auch ge­scheckt und getüpfelt.

Man unterscheidet zwischen drei Fellvarianten: langhaarig mit verlängertem Deckhaar, das am Hals eine Art Mähne, an den Hinterläufen eine gut entwickelte und stark befederte „Hose“ und einen sehr buschig und dick wirkenden Schwanz bildet. Die zweite Fellvariante ist kurzhaarig mit dichtem, verhältnismäßig kurzem Haar, ohne Mähne und ohne „Befederung“. Die dritte ist eine Übergangs-Varietät mit im Vergleich zur kurzhaarigen Form verlängertem Haar, aber eben­falls ohne Mähne und „Befederung“.

Der Kaukasische Schäferhund ist eine sehr widerstandsfähige, robuste Rasse, die problemlos im Freien leben kann, wenn man ihr eine wind- und wettergeschützte Unterkunft zur Verfügung stellt. Für die Zwingerhaltung oder eine ausschließliche Haltung in der Wohnung ist die Rasse hingegen nicht geeignet. Die optimale Situation beinhaltet viel freien Auslauf auf einem einge­zäunten Grundstück, das der Hund ganz seiner ursprünglichen Aufgabe entsprechend bewachen darf. Da der Kaukasische Schäferhund das Bewachen von Familie und Grundstück sehr ernst nimmt, ist eine sichere Einzäunung eine unverzichtbare Grundvoraussetzung für die Haltung ei­nes Hundes dieser Rasse.

Das genetisch verankerte Wach- und Schutzverhalten entwickelt sich erst mit zunehmendem Al­ter, denn der Kaukasische Schäferhund ist ein Spätentwickler. Fremden gegenüber ist er zurück­haltend, misstrauisch und sogar abweisend, wohingegen er in der Familie bei rassegerechter Hal­tung und Erziehung ausgeglichen, anhänglich, kinderlieb und sensibel, aber trotzdem nicht un­terwürfig ist.

Seine Erziehung erfordert viel Geduld, denn Hunde dieser Rasse können manchmal sehr dick­köpfig sein. Sie brauchen deshalb neben viel Liebe auch Konsequenz und absolute Autorität, aber ohne jegliche Gewalt. Eine Sozialisierung bereits im Welpenalter ist sehr wichtig, wobei diesem Hund ein Platz in der Familienrangordnung zugewiesen werden und sich andeutende Aggressio­nen umgehend unterbunden werden müssen. Kaukasische Schäferhunde sind sehr dominant und erkennen ungeeignete oder nachgiebige Personen nicht als Rudelführer an.

Der Kaukasische Schäferhund zeichnet sich vor allem durch große Ausdauer sowie durch seine enorme Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Witterungsverhältnisse aus, was dadurch deut­lich wird, dass man ihn in den unterschiedlichsten Klimazonen Russlands findet. Obwohl der Kaukasische Schäferhund als ausgesprochen kinderlieb, sensibel und anhänglich gilt, sollte man ihn schon aufgrund seiner Größe nie mit kleinen Kindern alleine lassen.

Thema Gesundheit

Der Kaukasische Schäferhund gilt allgemein als eine gesunde Rasse, kann aber wie viele andere Riesenrassen anfällig für Hüftgelenksdysplasie (HD) sein, und es kann zur Entwicklung von Kata­rakten kommen.

Ein gesunder Kaukasischer Schäferhund hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von 10-11 Jahren.

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Kaukasischer Schäferhund (Kavakazskaia Ovtcharka)

Verfügbar in Testvariante
„Selekt“

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