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Rassebeschreibung:

Der Kerry Blue Terrier ist eine anerkannte irische Hunderasse, deren Herkunft und Abstammung vor ihrer ersten Erwähnung im 18. Jahrhundert nicht genau geklärt sind, weshalb es eine Reihe von Legenden und Theorien über die Herkunft dieses Terriers gibt.

Der bekanntesten und auch am häufigsten anerkannten Theorie nach soll seine Herkunft in der Grafschaft Kerry liegen, die sich auch im Namen der Rasse wiederfindet. In Deutschland wurde die Rasse anfangs unter dem Namen Irish Blue Terrier geführt, und diese Bezeichnung findet auch heute noch gelegentlich Verwendung. Der Blaue Irische Terrier diente ursprünglich als Jagd- und Hofhund.

Eine der vielen Legenden erzählt von einem blauen Rüden, der vor langer Zeit von einem verunglückten spanischen Schiff in der Bucht von Tralee an Land geschwommen sein soll, und so mutig und tapfer war, dass ihn die ortsansässigen Farmer zum Decken ihrer Hündinnen benutzten, um seine beeindruckenden Charaktereigenschaften weiter zu vererben. Dieser Legende nach soll dieser Hund der Stammvater aller Blauer Terrier sein.

Eine andere Theorie besagt, dass die Zucht in der Grafschaft Kerry begann. Da die Zucht von und die Jagd mit Irish Wolfhounds dem Adel vorbehalten war, soll die neidische normale Bevölkerung ihre Ur-Terrier heimlich mit dem Irish Wolfhound gekreuzt haben, um so deren Jagdeigenschaften wie Schnelligkeit und Ausdauer zu verbessern. Es ist allerdings immer noch ungewiss, ob tatsächlich eine verwandtschaftliche Beziehung zum Irish, Irish Glen, Irish Soft-coated Wheaten oder einer noch unbekannten Terrierrasse besteht.

Dann gab es noch eine ganze Reihe von kynologisch orientierten Autoren, die ihre eigenen Theorien entwickelten. Ein Schriftsteller aus dem 20. Jahrhundert, Clifford Hubbard, stellte die These auf, dass der Kerry Blue Terrier von einem heute ausgestorbenen irischen Schäferhund abstamme, der von den Einheim-ischen als „Godhar“ bezeichnet wurde.

In einem Bericht aus Limerick aus dem Jahr 1887 über eine eigene Ausstellungsklasse für silberfarbene Terrier beschreibt der aus Dublin stammende Schriftsteller H. D. Richardson einen „Harlequin Terrier“. Diese bis heute unbekannte Rasse soll ein schieferblaues Fell mit dunklen Flecken oder lohfarbenen Stellen am Fang und den Läufen besessen haben. Da auch heute noch Welpen in Würfen auftauchen, die ein helles, als Stern bezeichnetes Abzeichen unter dem Halsansatz haben, der mit zunehmendem Alter des Hundes verschwindet, wäre das nachvollziehbar.

In einer Monographie aus dem Jahr 1933 heißt es wiederum, dass der Kerry Blue Terrier vom Irish Glen of Imaal Terrier abstammen soll. Laut dem Hunde-buchautor Rawdon Lee soll ein Einwohner des Ortes Waterford bereits lange vor der Modezeit des Irischen Terriers über längere Zeit „Blaue Terrier“ gehalten und gezüchtet haben, deren Fellstruktur erstmals zu einer Lockenbildung neigte.

Der Kerry Blue Terrier erlangte 1913 seine Anerkennung durch den Irish Kennel Club, und noch im gleichen Jahr bewertete der für fast alle Rassen zuständige Zuchtrichter Frank Butler in Cork zum ersten Mal Irish Blue Terrier, die als Irish Terrier angemeldet waren. Diese waren im Vergleich zu den modernen Hunden dieser Rasse eher klein. Frank Butler meldete dann den Kerry Blue Terrier 1916 auf der Hundeausstellung in Killarney erstmals als eigene Rasse an. Die Tatsache, dass diese Hunde kein einheitliches Aussehen hatten – manche waren so auffällig groß wie ein Bobtail oder so klein wie Fox Terrier – spielte bei den damaligen Ausstellungen keine Rolle, denn es wurde nur der Charakter der Hunde bewertet, wobei Tapferkeit und Jagdtauglichkeit die wichtigsten Kriterien waren. Die Hündin „Blue Belle“ ging als Sieger dieser Ausstellung hervor und schuf die Basis für die Festlegung eines internationalen Standards, der sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt hat. Anfangs konnten nur solche Hunde auf irischen Ausstellungen einen Sieg erringen, die nachweislich fähig waren, einen Dachs zu töten und erfolgreich Hasen und Ratten zu jagen. Diese Prüfungen wurden aber später verboten.

Im Jahr 1920 wurde der „Dublin Blue Terrier Club“ gegründet, woraufhin sich der Kerry Blue Terrier zum Maskottchen irischer Patrioten und später sogar zu einem Konkurrenten des eigentlichen irischen Nationalhundes, dem Irish Wolfhound, entwickelte.

1922 wurde die Rasse dann auch offiziell durch die FCI anerkannt. In England war der Kerry Blue Terrier bis 1921 kaum vertreten, bis der Rasse im Februar 1922 auf der Crufts Hundeshow auch dort der Durchbruch gelang und die Gründung des Kerry Blue Terrier Club of England zur Folge hatte. Zu dieser Zeit wurden die Tiere noch ungeschoren und rauhaarig vorgestellt, und viele Besucher der Ausstellung kommentierten das Aussehen der Rasse überwiegend negativ. Ab 1924 wurden dann alle Farbschattierungen bis auf die im Rassenamen festgelegte ausgeschlossen; der Hund musste also entweder blau-schwarz oder silberfarben sein, wobei die silberne Fellfärbung spätestens im Alter von zwei Jahren erreicht sein sollte.

Auf Ausstellungen wie der in Kensington und der Olympia Dog Show stieg die Anzahl der gemeldeten Kerry Blue Terrier an, und zeitgleich entwickelte sich ein einheitlicheres Erscheinungsbild der Rasse. Die zuvor noch häufigen lohfarbenen und weißen Tiere verschwanden völlig, jeder Terrier hatte nun markante braune Augen, und auf der Great Joint Terrier Ausstellung im Jahr 1922 errangen Kerry Blue Terrier erstmals eine Anwartschaft auf den Championatstitel. Aufgrund des nun immer häufigeren Auftretens der Rasse auf Ausstellungen verbreitete sie sich letztendlich auch in England sehr stark, und es waren nun auch die Engländer, die das Aussehen der Blauen Terrier durch das heute noch ähnlich praktizierte Trimmen des Fells prägten.

In der Schweiz kamen die ersten Kerry Blue Terrier 1925 ins Land, und 1927 wurde der erste Wurf verzeichnet. In den Niederlanden hielt die Rasse 1926 Einzug, aber es dauerte dennoch bis 1937, bis die Rasse den dortigen Kynologen auffiel. In Deutschland wurde der erste Kerry Blue bzw. Irish Blue Terrier im Jahr 1928 in ein Zuchtbuch eingetragen.

In den Vereinigten Staaten von Amerika sollen die ersten Importe der Rasse auf die 1920er Jahre zurückgehen, und der erste US-amerikanische „Kerry Blue Terrier“-Club wurde 1925 in New York City gegründet. Russland bzw. die Sowjetunion sollen die ersten Kerry Blue Terrier ebenfalls schon vor dem zweiten Weltkrieg importiert haben. Erste Eintragungen stammen aber erst aus dem Jahr 1954, nämlich für zwei Würfe in einem Katalog einer Hundeausstellung. Eine weitere Verbreitung erfuhr die Rasse dort aber erst in den 1970ern durch Importe aus Mitteleuropa (Tschechoslowakei) und Skandinavien (insbesondere Finnland).

Wesensbeschreibung

Der Kerry Blue Terrier ist ein mittelgroßer, hochläufiger Hund mit einem weichen, welligen und dichten Fell, das ihn deutlich von anderen Terriern unterscheidet. Die Fellfarbe variiert von hell silbergrau in allen Schattierungen von Blau von schiefergrau bis nachtblau. Die Welpen sind bei der Geburt schwarz und haben manchmal einen weißen Fleck unter dem Hals, der aber nach einem Jahr verschwunden ist. Im Alter von 18 Monaten sollte sich die Fellfarbe von Schwarz zu leicht bräunlich verändert haben, was anzeigt, dass sie in der Umfärbung zu Stahlblau begriffen ist, die bis zum dritten Lebensjahr andauern kann, dann aber abgeschlossen sein sollte.

Der Kerry Blue Terrier zeigt ein ausgewogenes Erscheinungsbild. Der Körper ist solide entwickelt, muskulös und weist deutlich erkennbar die Merkmale eines typischen Terriers auf. Die mittelgroßen Knopfohren werden hoch getragen und kippen nach vorne. Der Schwanz wird aufrecht in Form eines Sichelmondes getragen und seit 1988 nicht mehr kupiert. Die Augen sind dunkel, haben einen energischen Ausdruck und werden bei rassetypischer Schur von Fell überhangen. Der Kinnbart ist ebenfalls für die Rasse typisch.

Der Kerry Blue Terrier ist menschenfreundlich, intelligent, selbstsicher, gibt sich oft stürmisch, ist mutig, wachsam, aber auch dickköpfig und eigensinnig, weshalb er von klein auf an eine eine konsequente, dabei aber auch ruhige und gleichmäßige Erziehung verlangt. Obwohl er früher für die Jagd auf Dachse und Otter verwendet wurde, ist der Kerry Blue Terrier heute hauptsächlich ein Familienhund. Er ist ausgesprochen bewegungs-, lauf- und lernfreudig, und um seine natürlichen Begabungen zu fördern, sind für ihn fast alle Ausbildungsmöglichkeiten wie zum Fährten-, Begleit- und Rettungshund, aber auch Hundesportarten wie Agility und Gehorsam oder sogar der Turnierhundesport gut geeignet.

Thema Gesundheit

Der Kerry Blue Terrier kann möglicherweise unter einem Mangel des Gerinnungsfaktors XI oder Netzhaut-Aderhaut-Falten leiden. Er ist außerdem in gewissem Maße anfällig für Gesundheitsstörungen wie Grauer Star, Entropium, Keratokonjunktivitis Sicca (trockenes Auge), Hüftgelenksdysplasie (HD), Spiculosis (eine sehr schmerzhafte, aber auch seltene Haarschaftveränderung, deren genauer genetischer Hintergrund noch nicht bekannt ist), Otitis Externa (eine Entzündung des äußeren Ohres, vor allem des äußeren Gehörganges und im weiteren Sinne auch der Ohrmuschel) und Haarfollikel-Tumore, sowie für schwerwiegendere Gesundheitsprobleme, wie Erkrankungen des Kleinhirns.

Ein gesunder Kerry Blue Terrier hat eine Lebenserwartung von 12-15 Jahren.

Weitere genetische Tests

Für die Hunderasse Kerry Blue Terrier steht bei OriVita folgender genetischer Tests zur Verfügung.

Von Willebrand Erkrankung autosomal-dominant / Blutgerinnung

Weitere Informationen und Bestellung unter folgendem Link.

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Kerry Blue Terrier canivaris Selekt

Verfügbar in Testerweiterung
„Selekt“

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