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Rassebeschreibung:

Der Maremmano Abruzzese, auch als Cane da Pastore Maremmano Abruzzese oder Maremmen-Abruzzen-Schäferhund bekannt, ist eine italienische Hunderasse, die aus dem Landstrich zwischen der westlichen Toskana (Maremma) und den Abruzzen stammt und zu den Hüte- und Treibhunden zählt. Die Verkreuzung der in diesem Bereich heimischen Herdenschutzhunde führte dann bis 1950 zu jenem Maremmano Abruzzese, den wir heute kennen. In ihrem Ursprungsland Italien wird die Rasse auch heute noch, genau wie früher, für die Arbeit mit Schafherden eingesetzt, die sie bewachen und gegen Angriffe durch Wölfe, Bären und andere Raubtiere verteidigen.

Der Maremmano Abruzzese ist in Deutschland kaum bekannt, wohingegen er in Italien verhältnismäßig häufig, meistens jedoch als reiner Arbeitshund mit Schafherden anzutreffen ist. Auch in den USA, England, Australien, Spanien und in der Schweiz wird er gerne als Schäferhund eingesetzt. Als Familienhund ist er dagegen so gut wie unbekannt.

Wesensbeschreibung

Der Maremmano Abruzzese gehört zu den großen Hunderassen und ist ein archaisch wirkender, kräftiger Hund, der trotzdem weder schwerfällig wirkt noch ist. Sein langes Fell ist weiß, elfenbeinfarben, blass orange oder zitronengelb und glatt, wobei nach dem Rassestandard lediglich die weiße Farbe zugelassen ist und andere Farbtöne nur begrenzt toleriert werden.

Sein Kopf ist dem eines Bären nicht unähnlich, die Augen sind mandelförmig und dunkel, und die Ohren sind dreieckig, liegen an und hängen herunter. Die Lefzen, Nase, Lidränder und Krallen sind schwarz, und um den Hals trägt er eine deutliche Mähne. Der Schwanz ist buschig, bildet eine Fahne und wird locker getragen, bei gesteigerter Aufmerksamkeit aufgestellt, aber nicht über den Rücken gerollt.

Der Maremmano Abruzzese ist ein sehr stolzer, gelassener, geduldiger und sensibler Hund und verhält sich gemäß der Sozialisierung, die ihm als Welpe zuteil geworden ist. Als Arbeitshund für Schafherden wird er gemeinsam mit Schafen aufgezogen, wodurch er auf sie geprägt und seine Herde beschützen wird. Diese Fähigkeit kann man sich natürlich auch für andere Nutztierarten zunutze machen, zum Beispiel zum Schutz von Rinder- oder Pferdeherden oder selbst von Geflügel.

Wird der Maremmano Abruzzese schon als ganz junger Welpe auf die von ihm künftig zu beschützende Tierart geprägt, ist diese Prägung viel stärker als die auf den Menschen, wodurch ihn diese Tiere als zu ihrer „Familie“ zugehörig ansehen. Wird er hingegen auf den Menschen geprägt, ist er dementsprechend eher seinem Halter und dessen Familie ein aufmerksamer und furchtloser Beschützer. Obwohl der Maremmano Abruzzese als Familienhund wenig bekannt ist, zeigt er durch die Arbeit im Rudel beim Bewachen von Schafherden ein ausgeprägtes Sozialverhalten, das ihm auch im Umgang mit einer menschlichen Familie zum Vorteil gereicht.

All dies bedeutet aber auch, dass er Fremden gegenüber eher misstrauisch ist, denn er nimmt seine Aufgabe als Beschützer „seiner Herde“ ausgesprochen ernst. Nähert sich dieser ein Fremder, zum Beispiel ein Wanderer, stellt er sich schützend vor seine Herde und schlägt laut an. Diese Warnung sollte sehr ernst genommen werden, denn er wird seine Herde in jedem Fall verteidigen, auch gegen einen sie vermeintlich bedrohenden Menschen.

In der Zuchtgeschichte war den Viehbauern nur jener Hund ein guter Arbeits- und Zuchthund, der in der ihm zugedachten Weise selbstständig arbeiten konnte, woraus sich im Laufe der Zeit der ausgesprochen eigenwillige Charakter dieses Hundes entwickelte. Die ihm somit bereits angeborenen Verhaltensmuster sind sehr stark ausgeprägt, und er ist sehr intelligent und gelehrig, wird aber nur selten unterwürfigen Gehorsam zeigen. Die jahrhundertelange Auswahlzucht hat aus ihm einen extrem selbstständigen Hund gemacht, der gelernt hat, ohne Anweisungen des Menschen zu denken und zu handeln.

Der Maremmano Abruzzese ist trotz seines langen und dichten Fells pflegeleicht, denn es ist schmutz- und wasserabweisend, so dass Schmutz, sobald er getrocknet ist, einfach von selbst herausfällt. Dennoch sollte er ein- bis zweimal pro Woche gebürstet werden, was natürlich auch die Bindung zwischen Besitzer und Hund stärkt. Der zweimal jährlich stattfindende Fellwechsel wird auf diese Weise ebenfalls erleichtert.

Thema Gesundheit

Der Maremmano Abruzzese zeigt eine Neigung zu Hüftgelenks- und Ellbogengelenksdysplasie (HD und ED).
Ein gesunder Maremmano Abruzzese kann ein Alter von mindestens 10 Jahren erreichen.

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Maremmano Abruzzese-canivaris

Verfügbar in Testvariante
„Selekt“

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