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Rassebeschreibung:

Der Große Münsterländer ist eine anerkannte deutsche Hunderasse, deren Vorfahren vermutlich die altertümlichen „Habichts-“ oder „Vogelhunde“ waren. Alte Gemälde aus den Niederlanden aus dem 16. und 17. Jahrhundert zeigen solche Vogelhunde, die sowohl als Kleinhunde als auch als große langhaarige Jagdhunde dargestellt sind. Diese dienten als Vorstehhunde bei der Jagd auf Federwild mit Netzen und Feuerwaffen.

Die Geschichte des Großen Münsterländers reicht bis ins Mittelalter zurück und beginnt beim „Weißbunten Beizhund“ und Vogelhund und führt über den Stöberhund und den Wachtelhund des 19. Jahrhunderts.

Der Große Münsterländer war indes ursprünglich lediglich eine Farbvariante des Deutschen Langhaarigen Vorstehhundes. Als jedoch 1878 die Rassekennzeichen für den Deutsch-Langhaar festgelegt wurden, einigte man sich auf eine braune oder braun/weiße Fellfarbe und lehnte die Schwarz/Weißfärbung ab, da man diese als sicheres Anzeichen für die Einkreuzung von Settern betrachtete. Dabei ließ man allerdings die Tatsache völlig außer acht, dass auch bei der Zucht der alten Vogelhunde immer schon schwarz/weiße Exemplare vorkamen. Nachdem die Schwarz/Weißen anfangs noch weiterhin im Zucht-buchanhang des Deutsch-Langhaar geführt wurden, schloss man sie 1908 endgültig aus der Zucht aus.

Dennoch wurden die Schwarz/Weißen in Deutschland, besonders in der Region um Münster und im südlichen Niedersachsen sehr geschätzt, und um die vorzüglichen Jagdeigenschaften dieser Hunde zu erhalten, beschloss man, sie zu einer eigenen Rasse mit dem Namen Großer Münsterländer Vorstehhund zu erheben. So wurde 1919 genau zu diesem Zweck der „Verein für die Reinzucht des langhaarigen, großen, schwarzweißen Münsterländer Vorstehhundes“ gegründet. Nur kurze Zeit später, im Jahr 1922, wurde ein eigenes Zuchtbuch eröffnet, in dem 83 dem Typ entsprechende Hunde als Begründer der Rasse eingetragen wurden. Der erste Zuchtstandard wurde dann aber erst 1936 fest-gelegt, denn bis dahin war der Große Münsterländer außerhalb seiner Heimat kaum bekannt. In den letzten Jahren gab es Gespräche mit dem Verband für den Deutsch-Langhaar über Zuchtversuche zum Auffrischen des Genpools.

Der Große Münsterländer wurde bis zum Ende des 19. Jahrhunderts als Schäferhund einerseits und Jagdhund andererseits verwendet. Er ist ein ausdauernder Sucher, der seine Arbeit, das Aufspüren von waidwundem Wild, sehr ernst nimmt und ihr sehr ordentlich und konzentriert nachgeht. Dank seines schützenden Fells ist er gegen äußere Einflüsse wie Nässe, Kälte, Dornen und scharfkantiges Schilf recht unempfindlich und lässt sich in Feld, Wald und Wasser gleichermaßen gut einsetzen. Darüber hinaus eignet er sich auch als Hof-, Wach- und Hütehund, denn er kann „sein“ Revier durchaus gut gegen Eindringlinge verteidigen. Trotz der früher teilweise zu letzterem Zweck geforderten Mannschärfe ist er ein ruhiger und äußerst ausgeglichener Hund.

Wesensbeschreibung

Der Große Münsterländer ist ein großer Hund mit einen muskulösen Körperbau. Sein Fell ist lang, dicht und liegt glatt an. Es zeigt eine stets schwarze Grundfärbung mit variabler weißer Musterung in Form von Platten und Tupfen oder ist schwarz geschimmelt. Es gibt auch braun/weiße Exemplare, die jedoch von der weiteren Zucht ausgeschlossen werden. Der Kopf ist schwarz mit oder ohne weiße Blesse. Seine Ohren sind breit, liegen an, sind ziemlich hoch angesetzt und haben eine abgerundete Spitze.

Der Große Münsterländer ist leichtführig, gelehrig, intelligent, kinderfreundlich, lebhaft und wirkt in seiner Gesamterscheinung adelig. Er braucht viel Beschäftigung und Auslauf. Seine Erziehung und Sozialisierung sollten bereits im frühen Welpenalter beginnen und liebevoll, geduldig, aber auch konsequent sein. Zu seinen Leidenschaften zählen das Apportieren und Schwimmen, und deshalb meinen viele Hundehalter, dass der Große Münsterländer kein Hund für die Wohnung sei. Das ist aber nur bedingt richtig, denn wenn er genügend Auslauf und Beschäftigung erhält, ist er durchaus auch in der Wohnung ein ruhiger Hund.

Ein Garten ist natürlich eine ideale Grundlage, kann jedoch lange Spaziergänge nicht ersetzen. Bei letzteren will der Große Münsterländer allerdings nicht nur brav neben seinem Halter herlaufen, sondern etwas unternehmen und erleben. Um dem gerecht zu werden, sollte sein Halter ebenfalls ein sportlicher Typ sein, der sich gerne draußen im Freien aufhält und vor allem Zeit für ihn hat und das täglich für mehrere Stunden. Außerdem möchte er nicht nur körperliche, sondern auch geistige Beschäftigung, wozu sich verschiedene Hundesportarten sehr gut eignen.

Thema Gesundheit

Bei dem Großen Münsterländer sind derzeit keine rassetypischen Krankheiten zu verzeichnen, und bei guter Gesundheit kann er ein Alter von 12-14 Jahren erreichen.

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Munsterlaender gross-canivaris

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„Selekt“

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