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Wie der Name bereits vermuten lässt, ist der Zwergpudel eine kleinere Form des Pudels. Dennoch ist er ein ganzer Pudel, nur eben eine kleinere Ausgabe davon. Auch wenn man es dem Zwergpudel kaum ansieht, besonders dann nicht, wenn er geschoren ist, war er ursprünglich ein vielseitiger Arbeitshund. Seine Vorfahren dienten in erster Linie der Wasserjagd, spürten Enten auf, trieben sie aus dem Schilf und apportierten die von den Jägern erlegten. In Frankreich kennt man den Pudel als „Caniche“, was eine Ableitung von dem französischen Wort für Ente, „Canard“, darstellt. Der deutsche Name Pudel soll seinerseits eine Ableitung von dem altdeutschen Begriff „Pfudel“ für eine Wasserpfütze oder einen Froschteich sein.

Der Pudel war in ganz Europa ein beliebter und weit verbreiterter Jagdhund, der aber auch noch auf anderen Gebieten zum Einsatz kam. Pudel waren über viele Jahrhunderte hinweg die Hunde der Gaukler und Zirkusleute, denn ihre Lernfähigkeit und Bereitschaft zu Arbeit und Gehorsam waren hoch geschätzt und legendär; Eigenschaften, die sich bis heute nicht verändert haben. Frankreich, Russland und Deutschland stritten sich über viele Jahre hinweg darum, welches als Ursprungsland dieser Hunderasse mit dem ungewöhnlichen Erscheinungsbild gelten sollte. Nachdem Deutschland dann offiziell auf dieses Privileg verzichtet hatte, wurde Frankreich 1889 das Patronat für den Pudel zugesprochen. Eigentlich nahm aber England den größten Einfluss auf den Rassestandard und betrieb die Verzwergung von Pudelmischlingen in die sogenannten Toy-Pudel bis hin zur Qualzucht. Glücklicherweise ist der Zwergpudel von diesen unverantwortlichen Bestrebungen verschont geblieben und hat für einen Hund gesunde Maße beibehalten. Um 1900 begann dann die gezielte Zucht von Pudeln nach Rassestandard, dem um 1930 der Zwergpudel hinzugefügt wurde.

Wesensbeschreibung

Der Zwergpudel ist klein und von eleganter Gestalt und hat harmonische Proportionen, was ihn von den anderen Vertretern der Pudelgruppe unterscheidet. Er hat einen leichten Gang, wachen Blick und wie alle anderen Pudelvarietäten lockiges, gekräuseltes Fell, das dicht und gleichmäßig lang ist. Die Fellfarbe kann schwarz, braun oder weiß sein. Der Zwergpudel unterliegt genau wie die anderen Pudel keinem jahreszeitlichen Fellwechsel, was bedeutet, dass das Fell ständig weiterwächst und daher regelmäßig geschoren werden muss. Allerdings hat das auch einen Vorteil, den jeder erfahrene Hundehalter zu schätzen weiß – Pudel haaren kaum und gelten deshalb allgemein als auch für Allergiker geeignete Hunde. Es ist aber eine Aussage, die die Wissenschaft so pauschal sicherlich nicht unterschreiben würde.

Eine weitere Besonderheit des Pudels sind die Schuren, die natürlich eine reine Frage des persönlichen Geschmacks sind, und nicht jeder kann sich an einem Zwergpudel mit Löwenmähne erfreuen. Die Hunde leiden aber nicht unter der Schur, so lange sie trotzdem Hund sein und auch einmal im Regen herum toben dürfen. Dennoch sollte man nicht den recht erheblichen Aufwand unterschätzen, den seine Fellpflege verlangt. Ein Zwergpudel sollte mehrmals in der Woche gründlich gebürstet und alle sechs bis acht Wochen geschoren werden.

Der Zwergpudel steckt hinsichtlich seiner Intelligenz und Leistungsfähigkeit viele andere Vertreter seiner Rasse in die Tasche, wird aber aufgrund seiner geringen Größe häufig unterschätzt und eher als Schoßhund verhätschelt. Das fügt ihm keinen Schaden zu, so lange er sich nach wie vor auch wie ein Hund benehmen darf. Aufgrund seiner hohen sozialen Kompetenz ist er ein hervorragender Familienhund, aber gleichzeitig auch ein idealer Partner für Singles aller Altersgruppen und braucht die enge Bindung zu Menschen. Obwohl er einen hohen Bewegungsdrang hat und ständig nach neuen geistigen Herausforderungen sucht, ist er ausgesprochen anpassungsfähig, freundlich und für so ziemlich jeden Lebensstil geeignet.

Der Zwergpudel zählt zu den Hunden, die sich am leichtesten und besten erziehen und ausbilden lassen, hat aber dennoch durchaus seinen eigenen Willen, den er mit seiner Cleverness und seinem Charme durchzusetzen versucht. Man sollte ihn also als Persönlichkeit ernst nehmen und mit Einfühlsamkeit erziehen.

Thema Gesundheit

Der Zwergpudel ist in der Regel ein gesunder Hund, allerdings treten gehäuft Fälle von prcd-PRA (Progressive Retina-Atrophie) auf, einer erblich bedingten Augenkrankheit, die zum Erblinden führt. Auch sind Probleme mit der Kniescheibe (Patella) und gelegentliche Fälle von Epilepsie bekannt. Bei allen Kleinpudeln ist darüber hinaus eine Tendenz zur Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie zu verzeichnen.

Des Weiteren kommt es häufiger zu Ohrenentzündungen, denn die hängenden, stark behaarten Ohren sind leider ein optimaler Siedlungsort für Bakterien, Viren und Pilze. Deshalb sollten die Ohren bei jedem Pudel regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden.

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Zwergpudel

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„Selekt“

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