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Der englische Begriff Toy bedeutet „Spielzeug“, was aus dem Toy Pudel übersetzt einen Spielzeughund macht und auf seine Größe hinweist, denn er ist der kleinste der vier Pudelrassen. Der Kleinpudel ist nach dem Königspudel praktisch der zweitgrößte der vier Zuchtformen, und obwohl er im Durchschnitt eigentlich nur 7 bis 10 cm mehr Widerristhöhe als der Toy Pudel aufweist, muss dieser schon zu ihm aufschauen.

Sowohl der Toy Pudel als auch sein etwas größerer „Bruder“, der Kleinpudel, blicken gemeinsam mit den zwei anderen Pudelrassen auf eine gemeinsame Vergangenheit zurück. Sie alle stammen von Hüte- und Jagdhunden ab, die ursprünglich zur Jagd auf Wasser- und Sumpfvögel eingesetzt wurden, im Laufe der Zeit aber auch zu sehr beliebten Gesellschaftshunden wurden. Diese Entwicklung begann in erster Linie in Adelshäusern, angeführt vom französischen Königshof, wo man den Pudel verehrte und liebte, ihn parfümierte, puderte und frisierte.

Weiße Pudel waren besonders beliebt, und es soll Marie Antoinette gewesen sein, die sich besonders für die Verfeinerung der sogenannten Löwenschur engagierte. Um ein weicheres Fell und eine geringere Größe zu erzielen, kreuzte man den Spaniel ein. Zu Zeiten Napoleons erfreute sich der Pudel beim Adel besonderer Beliebtheit und erreichte seine Blütezeit. Der Einzug der Rasse in die bürgerliche Welt begann zwar dann schon Ende des 19. Jahrhunderts, jedoch dauerte es noch bis 1985, bis der Toy Pudel schließlich als eigene Rasse Anerkennung fand.

Wesensbeschreibung

Der Toy Pudel sieht tatsächlich wie ein Stoffhund aus, was seinen Namen wohl rechtfertigt. Wie alle Pudel haben auch Toy und der Kleinpudel ein feines, dichtes und gekräuseltes Fell, das keinem saisonbedingten Fellwechsel unterliegt. Dabei ist allerdings die Aussage, dass Pudel nicht haaren nicht ganz korrekt, denn ihre losen Haare fallen zwar nicht aus, bleiben aber in dem lockigen Fell hängen, weshalb sie durch regelmäßiges Bürsten entfernt werden müssen. Die Fellfarbe kann weiß, schwarz, braun, silbergrau, rötlich lohfarben, schwarz lohfarben, schwarz-weiß gescheckt (auch Harlekin genannt) oder auch apricot sein.

Die beiden Rassen haben einen nahezu quadratischen Körperbau, und ihr tänzelnder Gang drückt Würde und Eleganz aus. Schwarze, weiße und silbergraue Toy Pudel besitzen einen schwarzen Nasenschwamm, wohingegen dieser bei braunem Fell braun und bei apricotfarbenem dunkelbraun bis schwarz ist. Die Augen liegen leicht schräg, sind mandel-förmig und dunkel. Eine Ausnahme bildet hier der braune Toy Pudel, bei dem die Augen auch bernsteinfarben sein können. Die Hängeohren sind im Verhältnis zum Körper vergleichsweise lang, mit gewelltem Fell bedeckt, und der nach oben weisende Schwanz wird über dem Rücken getragen; früher wurde er grundsätzlich kupiert.

Wie alle Pudel sind auch Toy- und der Kleinpudel intelligent, verspielt und fröhlich. Sie lieben das Zusammensein mit ihrer menschlichen Familie und stehen dabei gerne im Mittelpunkt. Sie sind aber auch sehr sensibel und können die Gefühle anderer spüren, sowie ihre eigenen selbst gut ausdrücken; dazu gehören u.a. Bedarf nach Zärtlichkeit, Trauer und Eifersucht. Insgesamt bedeuten diese Eigenschaften aber auch, dass die kleinen Temperamentsbolzen bisweilen recht besitzergreifend sein können, was dann nicht selten in Eifersüchteleien und Launenhaftigkeit ausartet. Fremde Menschen sind ihnen eher gleichgültig. Sie sind allgemein sehr kinderlieb, allerdings müssen Kinder auf den Umgang mit ihnen gut angeleitet werden, vor allem wenn es sich um Kleinkinder handelt. Auch gegenüber anderen Hunden sind sie generell freundlich und kommen gut mit ihnen aus.

Aufgrund seiner geringen Größe eignet sich der Toy Pudel nicht wirklich aus Wachhund, auch wenn er aufgrund seiner Geräuschempfindlichkeit auf ihm unbekannte Geräusche wie eine Alarmanlage reagiert und dann ununterbrochen bellt.

Die ihnen eigene Intelligenz, Ausdauer und sein Temperament machen Toy und Kleinpudel zu perfekten Teilnehmern an Hundesportarten, aber auch zu guten Begleithunden bei Familienaktivitäten wie Wandern und Joggen.

Thema Gesundheit

Der Toy Pudel ist für eine Reihe von Erkrankungen anfällig, zu denen häufig vorkommende Harnsteinbildung, Gehörgangsentzündungen, Bandscheibenprobleme, Zahnfleischentzündungen, epilepsieartige Krämpfe, zu kleine Augäpfel, fehlende Tränennasenkanäle, Herz- und Gefäßmissbildungen sowie Linsentrübung und Kniescheibenluxationen zählen.

Beim Kleinpudel sind erblich bedingte Augenkrankheiten wie PRA (Progressive Retina-Atrophie) sowie Grauer Star bekannt; allerdings gibt es von letzterem auch eine nicht-erbliche Form.

Gesunde Toy und Kleinpudel haben eine Lebenserwartung von 15 bis 17 Jahren.

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Toy Pudel

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